05.06.2011, 17:19 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Gerechtes Unentschieden Vor dem 3:3 in Hildesheim als Niedersachsenmeister ausgezeichnet: SV Meppen holt die Meistertrophäe schon ab

Die Meistertrophäe hat der SV Meppen vor dem Spiel in Hildesheim erhalten. Gefeiert werden soll der Titelgewinn am Samstag beim Heimspiel gegen Arminia Hannover. Foto: Werner ScholzDie Meistertrophäe hat der SV Meppen vor dem Spiel in Hildesheim erhalten. Gefeiert werden soll der Titelgewinn am Samstag beim Heimspiel gegen Arminia Hannover. Foto: Werner Scholz

Hildesheim. Die Übergabe der Meisterschaftstrophäe war beim Auswärtsspiel des SV Meppen in Hildesheim eher nüchtern, auch wenn die Mannschaft nach dem Schlusspfiff mit den mitgereisten rund 100 Fans kurz feierte. Dabei freuten sie sich auch über ein leistungsgerechtes 3:3-Unentschieden (3:2) im Duell der Top-Rückrundenteams.

Minuten vor dem Anpfiff im Friedrich-Ebert-Stadion erhielt Mannschaftskapitän Cüneyt Özkan das Ross des Niedersachsenmeisters und reckte die Trophäe in den sonnigen Himmel. Der Vizepräsident des Niedersächsischen Fußball-Verbandes, August Wilhelm Winsmann, und Staffelleiter Burkhard Walden zeichneten den SVM aus. Die Emsländer hatten sich nach Aussagen ihres Sportlichen Leiters Rainer Persike bemüht, dass die offizielle Übergabe beim letzten Saisonspiel am Samstag um 16 Uhr gegen Arminia Hannover stattfindet. Doch der Verband habe zeitliche Schwierigkeiten sowie Probleme bei der weiten Anreise am Pfingstwochenende erwartet. Der SVM musste es akzeptieren, will sich aber etwas für die Meisterfeier am Samstag einfallen lassen.

Zufrieden war der SVM mit dem Auftritt der auf fünf Positionen veränderten Mannschaft – Steffen Menke, Florian Hillebrand, Daniel Olthoff, Benjamin Lünemann und Emir Bajric standen in der Anfangsformation. „Ich habe eine gute Mannschaft auf dem Platz“, stellte Trainer Johann Lünemann kategorisch fest. Hildesheim hatte einige Möglichkeiten, weil beim SVM noch die Feinabstimmung fehlte. Omar Fahmy nutzte eine davon.

Doch der SVM schlug zurück, demonstrierte seine Kombinationsstärke. Innerhalb von sechs Minuten sorgten zweimal Sven Hartwig und Steffen Menke für die 3:1-Führung des Meisters.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts. „Es ging um die Siegprämie“, sagte Persike. Es gab weitere Möglichkeiten, doch nur der VfV nutzte noch zwei (Christoph Lange, Alexander Radovic) zum 3:3. Damit konnte auch der niederländische Fan Johan Nijhenhuis leben, der auch wegen der bedeutungslos gewordenen Partie in Hildesheim die Feierlichkeiten zu seinem 69. Geburtstag verschoben hatte. Und am Pfingstsamstag hat er dafür auch keine Zeit. Gut schmeckte dem SVM das Lob von VfV-Trainer Andreas Golombek: „Ihr seid verdient Meister geworden.“


0 Kommentare