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17.04.2017, 18:05 Uhr KOMMENTAR

Sögeler Jakobus-Kirche darf nicht verkommen

Kommentar von Christian Belling

Bereits eingerüstet: An der St.-Jakobus-Kirche in Sögel ist die Sanierung am Turm vor gut zwei Wochen angelaufen. Foto: Christian BellingBereits eingerüstet: An der St.-Jakobus-Kirche in Sögel ist die Sanierung am Turm vor gut zwei Wochen angelaufen. Foto: Christian Belling

Sögel. Der Sögeler St.-Jakobus-Kirche steht in den nächsten Jahren eine umfassende Sanierung bevor. Alleine wird die Kirchengemeinde die Kosten nicht stemmen können. Ein Kommentar.

An der St.-Jakobus-Kirche in Sögel besteht Handlungsbedarf. Daran gibt es keinen Zweifel. Auf den ersten Blick sind sowohl an der Außenfassade als auch im Inneren des Gotteshauses dringende Sanierungsfälle erkennbar.

Die Kirchengemeinde tut daher gut daran, die Arbeiten nicht weiter aufzuschieben, sondern in Angriff zu nehmen. Die vorgelegten Planungen, der in drei Schritten bis zum 150. Weihetag im Juni 2021 vorgesehen Generalüberholung, scheinen dabei gut durchdacht.

Dass eine umfassende Sanierung an einem denkmalgeschützen Gebäude enorme Kosten mit sich bringt, ist nachvollziehbar. Ebenso, dass dies nicht alleine von der Kirchengemeinde getragen werden kann. Von daher ist der Spendenaufruf vertretbar und keineswegs vermessen. Auch kleine Beiträge helfen bei der Realisierung der ambitionierten Vorhaben.

Denn trotz aller auch berechtigter Kritik an der katholischen Kirche und einer zunehmenden Anzahl an Austritten, stellt die Kirche in unsicheren Zeiten für viele einen Ort des Haltes und der Orientierung dar. Die von der Sögeler Küsterin berichtete Verdoppelung der entzündeten Gebetskerzen in den vergangenen Monaten, sind ein Beleg.

Die Gesellschaft soll weiterhin kritisch mit der Institution „Kirche“ umgehen, aber der Ort des Haltes darf nicht verkommen.


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