26.11.2016, 08:46 Uhr

Versorgungsvertrag Sögeler Palliativstützpunkt betreut sterbende Kinder

Über den Versorgungsvertrag freuen sich von links: Dr. Henry Bosse, Dr. Ingrid Brinker, Marlene Küpker, Sabine Dirkes, Martina Mensen, Dirk Scharfe, Anke Menzel, Ulla Hofschlag-Scheffler, Waltraud Ludwig und Mirjam Hackmann. Foto: Hümmling Hospital SögelÜber den Versorgungsvertrag freuen sich von links: Dr. Henry Bosse, Dr. Ingrid Brinker, Marlene Küpker, Sabine Dirkes, Martina Mensen, Dirk Scharfe, Anke Menzel, Ulla Hofschlag-Scheffler, Waltraud Ludwig und Mirjam Hackmann. Foto: Hümmling Hospital Sögel

Sögel. Vor wenigen Tagen hat der Palliativstützpunkt Nördliches Emsland am Hümmling-Hospital in Sögel einen Vertrag zur ambulanten Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Kindern mit dem niedersächsischen Betreuungsnetz schwerkranker Kinder in Hannover abgeschlossen.

In einer Mitteilung schreibt der Stützpunkt, dass Familien mit einem schwerstkranken Kind nicht nur durch zahlreiche Krankenhausaufenthalte und Therapietermine an ihre Grenzen kommen würden. Auch das individuelle und oft sehr spezielle Krankheitsbild sowie die psychosoziale Belastung der Familien sei extrem. Oftmals entstehe für die Eltern ein kaum zu bewältigender Spagat zwischen der Versorgung des kranken Kindes auf der einen Seite sowie der Betreuung von Geschwisterkindern auf der anderen Seite. Zudem komme noch die Berufstätigkeit sowie das eigene Leben.

„Durch unseren Verbund der Hospitalgesellschaft haben sich Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten zusammen gefunden, um sich gemeinsam der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Kindern und ihren Familien anzunehmen“, so die Koordinatorin der Palliativeinheit Martina Mensen.

Ziel dieser spezialisierten ambulanten Versorgung ist es, Familien mit einem schwerkranken Kind zu begleiten, damit Krankenhauseinweisungen vermieden werden können. Belastende Symptome sollen gelindert und Krisen zu Hause bewältigt werden. Aber auch die Beratung und Anleitung der Eltern und Geschwister sowie weitere Unterstützungen gehören dazu.

Der Palliativstützpunkt in Sögel kann für diese Begleitung auf speziell ausgebildete und erfahrene Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Ärzte zurückgreifen. Durch ein Netzwerk regionaler Kooperationspartner könnten weitere Hilfen eingeschaltet werden. Für Fragen steht das Beratungstelefon des Palliativstützpunktes unter 0 59 52/20 92 580 oder per Mail an martina.mensen@hospital-soegel.de zur Verfügung.

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