28.10.2016, 20:34 Uhr

„Stets das Große und Ganze im Blick“ Bürgermeisterin Hedwig Fust-Sanders in Hüven verabschiedet

Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (Zweiter von rechts) verabschiedete während der letzten Ratssitzung (von links) Walter Menger, Wilhelm Geers, Simone Borgmann, Hedwig Fust-Sanders und Bernd Hölken. Foto: Samtgemeinde Sögel.Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (Zweiter von rechts) verabschiedete während der letzten Ratssitzung (von links) Walter Menger, Wilhelm Geers, Simone Borgmann, Hedwig Fust-Sanders und Bernd Hölken. Foto: Samtgemeinde Sögel.

Hüven. Hedwig Fust-Sanders ist während der letzten Gemeinderatssitzung der Wahlperiode als Bürgermeisterin der Gemeinde Hüven verabschiedet worden.

Fust-Sanders stand bei der Kommunalwahl im September für eine weitere Legislaturperiode nicht zur Verfügung. 25 Jahre gestaltete sie die Geschicke der Gemeinde Hüven mit. Von 2001 bis 2006 als Ratsfrau und im Anschluss zehn Jahre als Bürgermeisterin. Die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Borgmann dankte für ihre stete Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit. „Bei uns waren die Ratssitzungen mal laut mal leise. Nicht immer waren wir uns zu Beginn einig in der Sache, aber letztendlich haben wir gute konstruktive Ergebnisse zum Wohle unserer Bürger gefunden.“

Engagement für die Hüvener Mühle

Lob gab es auch seitens der Samtgemeinde (SG) Sögel. SG-Bürgermeister Günter Wigbers hob insbesondere das Engagement von Fust-Sanders für die Hüvener Mühle hervor. „Ohne dich wäre die Hüvener Mühle heute nicht das, was sie ist.“ Zudem betätige sie sich ehrenamtlich im Hüvener Mühlenverein. „Keine Selbstverständlichkeit“, so Wigbers. Auch beim Einholen von Mitteln aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union sei Fust-Sanders nicht untätig gewesen. Dadurch konnten unter anderem das Kirchenumfeld und auch die Schulstraße neu gestaltet werden.

Entscheidung gegen den Schulstandort

Courage und einen Blick für das „Große und Ganze“ habe die scheidende Bürgermeisterin auch bei der Neustrukturierung der Kindergarten- und Schullandschaft der südlichen Gemeinden der Samtgemeinde gezeigt. „Es war sicherlich keine leichte Entscheidung für Hüven, auf einen Schulstandort zu verzichten. Doch letztendlich hat die Vernunft gesiegt. Dafür gebührt dem ganzen Gemeinderat mit seiner Bürgermeisterin Respekt“, so Wigbers.

Kindeswohl vor Kirchturmdenken

Fust-Sanders selbst bedankte sich bei allen Ratsmitgliedern und ihren Stellvertretern sowie beim Samtgemeindebürgermeister für die gute Zusammenarbeit. Besonders dankte sie der Verwaltungsangestellten Rita Wester, die ihr dienstlich immer den Rücken freigehalten habe. Ihr sei es immer wichtig gewesen, öffentliche Gelder und Fördermittel für die Gemeinde Hüven abschöpfen zu können. Sehr schmerzhaft sei die Entscheidung gegen einen Schul- und Kindergartenstandort für Hüven gewesen. „Aber aus pädagogischer Sicht haben wir die richtigen Weichen gestellt. Letztendlich zählt das Kindeswohl und nicht das Kirchturmdenken“, so Fust-Sanders.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden zudem die Ratsmitglieder Walter Menger, Wilhelm Geers und Bernd Hölken für ihre langjährigen Dienste im Gemeinderat geehrt. Sie standen für die neue Wahlperiode nicht zur Wahl zur Verfügung.


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