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14.10.2015, 18:56 Uhr EINSATZKRÄFTE IM TRAINING

Feuerwehren im Emsland leisten unbezahlbare Dienste

Kommentar von Gerd Schade

Bei dem Großbrand in Bockholte waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Foto: FeuerwehrBei dem Großbrand in Bockholte waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Foto: Feuerwehr

Sögel. Bei Temperaturen von bis zu 800 Grad Celsius haben Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus der Samtgemeinde Sögel den Ernstfall geprobt. Das verdient Respekt.

Wasser kocht bei 100 Grad, klar. Ein weiches Metall wie Blei zerfließt ab 300 Grad, die meisten Glassorten schmelzen bei 600 Grad dahin, Kochsalz allerdings erst bei beeindruckenden 800 Grad. Dieser kaum vorstellbaren Hitze haben sich Feuerwehrleute aus der Samtgemeinde Sögel ausgesetzt – und das freiwillig. Respekt!

Die „Heiß-Ausbildung“ bei beißend-dichtem Rauch durch brennende Autoreifen und keinerlei Sicht stellte nicht nur Material, sondern vor allem die Menschen auf eine harte Probe. Die Einsatzkräfte haben sie mit Bravour bestanden.

Und wofür? Damit die Menschen im nördlichen Emsland nachts weiterhin ruhig schlafen können. Denn auf den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehren im Altkreis ist Verlass – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, auch an Ostern, Weihnachten, Silvester und Neujahr.

Wie wichtig das freiwillige Engagement und auch das Zusammenspiel der Feuerwehren sind, hat sich gerade erst bei dem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Bockholte herausgestellt. Dort waren am Dienstag mehr als 100 Einsatzkräfte von fünf Feuerwehren im Einsatz. Bis in die Abendstunden kümmerten sie sich ums Nachlöschen und Aufräumen.

Dienste wie diese sind unbezahlbar. Die Kommunen wissen das, hegen und pflegen ihre Feuerwehren und versuchen, sie so gut wie möglich auszustatten. Damit die Einsatzkräfte gerüstet sind, wenn es mal wieder heiß wird.


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