18.01.2015, 16:46 Uhr

Rat verabschiedet Hubert Lager Timpker neuer Bürgermeister in Spahnharrenstätte

Abschied und Neubeginn: Der Rat der Gemeinde Spahnharrenstätte verabschiedete Hubert Lager (4. v. l.) nach 13 Jahren im Amt. Sein Nachfolger ist Reinhard Timpker (3. v. l.). Das Bild zeigt (von links) Günter Wigbers, Hubert Koenen, Reinhard Timpker, Hubert und Margret Lager, Wilfried Meyer, Hans-Wilhelm Heitmann und Hans Nowak. Foto: Hermann HinrichsAbschied und Neubeginn: Der Rat der Gemeinde Spahnharrenstätte verabschiedete Hubert Lager (4. v. l.) nach 13 Jahren im Amt. Sein Nachfolger ist Reinhard Timpker (3. v. l.). Das Bild zeigt (von links) Günter Wigbers, Hubert Koenen, Reinhard Timpker, Hubert und Margret Lager, Wilfried Meyer, Hans-Wilhelm Heitmann und Hans Nowak. Foto: Hermann Hinrichs

Spahnharrenstätte. Die Gemeinde Spahnharrenstätte hat einen neuen Bürgermeister. Mit acht zu drei Stimmen setzte sich der CDU-Kandidat Reinhard Timpker während der Ratssitzung am Freitagabend gegen Bernd Oldopp von der UWG durch. Der zurückgetretene Bürgermeister Hubert Lager (CDU) wurde indes mit allen Ehren aus seinem Amt verabschiedet.

Lager hatte sein Amt, wie auch sein Ratsmandat, zum 31. Dezember abgegeben. Ebenfalls aus dem Rat ausgeschieden ist Werner Rüdebusch (CDU). Als Nachrücker absolvierten Hubert Koenen und Hans-Wilhelm Heitmann ihre erste Ratssitzung. Sie hatten dabei nicht nur über den neuen Bürgermeister mit abzustimmen, sondern auch über den neuen stellvertretenden Bürgermeister, denn dieses Amt hatte Timpker zuvor inne. Auch bei diesem Wahlgang kam es zu einer geheimen Kampfabstimmung, in der Wilfried Meyer ebenfalls mit acht zu drei Stimmen seinen Gegenkandidaten von der UWG, Hermann Meyer, klar hinter sich ließ.

Timpker kündigte in seiner Antrittsrede an, dass nach vielen in den vergangenen Jahren verwirklichten Projekten die Gemeinde finanziell „gut ausgelastet“ sei. Weitere große Projekte seien ohne Zuschüsse, beispielsweise aus EU-Förderprogrammen, nicht zu schaffen. „Wir müssen das mit Augenmaß und Sachverstand handeln.“ Gleichwohl stünden erste schwierige Entscheidungen bereits an. Timpker verwies dazu auf die geplante Ausweisung von neuem Bauland und neuen Gewerbeflächen. Zudem plane die Gemeinde, in diesem Jahr das Gebäude des Gemeindebüros in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dörpsladen und Dörpsplatz zu kaufen. „Dann ist hier alles rund.“

Der neue Bürgermeister will in seiner Amtszeit zudem das Problem der gemeindeeigenen geteerten Seitenstraßen angehen. Diese müssten dringend saniert werden. Mit Blick auf die schwierigen politischen Auseinandersetzungen zwischen CDU und UWG in den vergangenen Jahren strebt Timpker nach eigenem Bekunden bei Entscheidungen mehr Einigkeit mit der UWG an. „Konsensentscheidungen, gerade in einer kleinen Gemeinde, befrieden das politische Klima und tragen zur allgemeinen Akzeptanz von Politik bei.“

Prägende Periode

Auch die Laudatio auf Alt-Bürgermeister Hubert Lager hielt Timpker. Er bescheinigte Lager in den vergangenen 13 Jahren seiner Bürgermeistertätigkeit und den 36,5 Jahren seiner Ratsmitgliedschaft in einer „langen und prägenden Periode“ für die Gemeinde in der Verantwortung gestanden zu haben. Zu den Errungenschaften in Lagers Amtszeit zählte Timpker beispielhaft den Dörpsladen , den Dörpsplatz und den Umzug in ein neues Gemeindebüro. Besonders würdigte Timpker die Standhaftigkeit Lagers. Er habe sich auch bei brisanten Themen und Entscheidungen „nicht weggeduckt“, wie etwa bei der Bauleitplanung für Tierhaltungsanlagen und den Neubau der Kindertagesstätte.

„Die Gemeinde ist top in Schuss“, bescheinigte auch Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers dem ausgeschiedenen Gemeindeoberhaupt eine erfolgreiche Amtsführung. Mit Blick auf die Differenzen im Gemeinderat stellte Wigbers nachdrücklich fest: „Hubert Lager hat stets im Sinne der Allgemeinheit und zum Wohle aller gehandelt.“ Wigbers gab zudem bekannt, dass es die „realistische Chance“ gebe, dass in „absehbarer Zeit“ die Ortsdurchfahrt saniert wird.

Hubert Lager zeigte sich davon überzeugt, dass es gelungen sei, eine Infrastruktur zu schaffen, die die Menschen an den Ort binde und den er nun „in bester Ordnung“ übergeben könne. Einen besonderen Dank richtete er an seinen früheren Stellvertreter Timpker, mit dem er gemeinsam durchs Feuer gegangen sei.


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