31.12.2014, 15:32 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Mit Autokran herausgehievt Feuerwehr Sögel rettet Schwein aus Güllegrube


Sögel. Spektakulärer, aber übel riechender Rettungseinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Sögel zum Jahresausklang: Am Silvestermorgen befreiten die Einsatzkräfte ein Schwein, das in eine Güllegrube gestürzt war.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers war die hochtragende Sau in einer Sögeler Schweinehaltung gegen 7 Uhr durch eine Luke in einen Güllekanal eingebrochen. Bevor das mehr als 200 Kilogramm schwere Tier von den Feuerwehrleuten gerettet werden konnte, mussten zunächst 200.000 Liter Gülle umgepumpt werden.

Dem Feuerwehrsprecher zufolge wäre es für die Retter zu gefährlich gewesen, sich in dem rund einen Meter mit Gülle gefüllten Kanal dem mächtigen Tier zu nähern, beziehungsweise es anzuleinen. Die Sau hielt währenddessen ihren Kopf oberhalb des Güllespiegels. Erst nachdem die Gülle fast vollständig abgepumpt war, konnte das Schwein mit Gittertüren und Treibeplatten unter die offene Luke getrieben werden. Es gelang dem Einsatztrupp, der mit Wathosen und schwerem Atemschutz ausgerüstet war, der Sau eine breite Schlinge um den Oberkörper zu legen.

Mittlerweile hatten weitere Feuerwehrleute das Stalldach geöffnet, um das Hebezeug eines Autokrans genau oberhalb der Luke des Güllekanals positionieren zu können. Mit vereinten Kräften gelang es dann, das schwere Tier mit dem Kran durch die enge Luke nach oben zu bugsieren.

Das Schwein war anschließend putzmunter und wird, wenn alles gut geht, in den nächsten Tagen erfahrungsgemäß rund 15 Ferkel werfen. Aber zunächst musste die Sau in die sogenannte Schweinedusche, um von der Gülle befreit zu werden.

So einfach war das für die eingesetzten Feuerwehrleute nicht. Sie und ihre Schutzkleidung, die Atemschutzgeräte, Lampen, Leitern und Seile stanken heftig und waren ebenfalls von Gülle und den Stallstäuben verdreckt. Die Reinigung nahm einige Zeit in Anspruch. Nach rund dreistündigem Einsatz konnten die 15 Feuerwehrleute wieder abrücken. Sie waren ebenso wie der der Tierhalter und dessen Mitarbeiter sehr erleichtert über die erfolgreiche Rettungsaktion.

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