18.12.2014, 22:12 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Ursache unklar Polizei ermittelt nach Müll-Brand in Sögel

Im Sögeler Gewerbegebiet Püttkesberge hat es am späten Donnerstagabend gebrannt. Foto: brIm Sögeler Gewerbegebiet Püttkesberge hat es am späten Donnerstagabend gebrannt. Foto: br

Sögel. Bei einem Feuer auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma im Sögeler Gewerbegebiet Püttkesberge sind Teile einer Lagerhalle mit Abfällen, darunter auch Kunststoffe, zerstört worden. Bei den Löscharbeiten am späten Donnerstagabend wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Brandursache und Schadenshöhe stehen noch nicht fest. Die Polizei ermittelt.

Gegen 21.30 Uhr meldeten die Beamten den Brand einer großen Halle, in der Müll gelagert wird. Da zunächst nicht klar war, welche Art von Abfall Feuer gefangen hatte, waren die Anwohner aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach Angaben der Polizei habe es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Letztlich habe keine Gefahr bestanden, hieß es.

Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, standen nach Angaben eines Feuerwehrsprechers im mittleren, offenen Teil der rund 50 Meter langen Halle „Berge von Entsorgungsmaterialien und mehrere gefüllte Container im Vollbrand“. Die rund 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Sögel, Werpeloh und Klein Berßen brachten den Brand mit massivem Wassereinsatz und Schaumzusätzen zwar schnell unter Kontrolle, mussten aber erhebliche Kraft aufwenden, um die brennenden Haufen und gefüllten Container endgültig ablöschen zu können. Zudem galt es noch bis weit nach Mitternacht, einzelne Glutnester, die sich zu kleineren Feuern entwickelten, einzudämmen. So wurden die Einsatzkräfte beispielsweise um 2.52 Uhr noch einmal nachalarmiert. Bis dahin hatten sie nach Angaben des Feuerwehrsprechers bereits verhindert, dass die Flammen auf die gesamte Halle übergreifen. Demnach blieben rund 30 Meter des Gebäudes unversehrt – einschließlich der dort abgestellten Maschinen.

Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim mitteilte, hat das Feuer allerdings eine angrenzende Werkstatt in Mitleidenschaft gezogen. Er sprach von einem „erheblichen Gesamtsachschaden“, könne die ungefähre Höhe aber nicht nennen.

Die Feuerwehrleute ließen den brennenden Müll während ihres Einsatzes mit Baggern und Radladern ins Freie bringen, um ihn dort mit Wasser tränken zu können. Aufgrund der Brandgase trugen die Einsatzkräfte an vorderster Front Atemschutzgeräte. Gleich gefordert war zudem der neue Einsatzleitwagen der Sögeler Feuerwehr. Deren Mitglieder hatten kurz vor dem Brand im Gewerbegebiet gerade erst einen zusätzlichen Dienstabend beendet, bei dem der am Nachmittag ausgelieferte Wagen vorgestellt worden war.


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