11.11.2011, 09:39 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Rat Stavern wählt erstmals eine Frau als Stellvertreterin Helmut Rawe bleibt Bürgermeister

Wiedergewählt wurde Helmut Rawe als Bürgermeister. Neu im Amt sind seine Stellvertreter und seine allgemeine Verwaltungsvertreterin. Von links: Hans Nowak, Helmut Rawe, Anke Schuckenbrock, Hubert Efken und Christel Többen. Foto: RaveWiedergewählt wurde Helmut Rawe als Bürgermeister. Neu im Amt sind seine Stellvertreter und seine allgemeine Verwaltungsvertreterin. Von links: Hans Nowak, Helmut Rawe, Anke Schuckenbrock, Hubert Efken und Christel Többen. Foto: Rave

rav Stavern. Helmut Rawe, der vor zweieinhalb Jahren Josef Fening als Bürgermeister der Gemeinde Stavern abgelöst hatte, ist in der konstituierenden Sitzung des neuen Rates mit Stimmenmehrheit im Amt bestätigt worden.

Nach den Kommunalwahlen setzt sich der Rat der Gemeinde Stavern aus acht CDU- und drei UWG-Abgeordneten zusammen. Jüngster Ratsherr ist der 25-jährige Michael Kleefeld (CDU), ältester Mandatsträger mit 68 Jahren Reinhold Kuschmierz (UWG). Einzige Frau im Ortsparlament ist Anke Schuckenbrock, die in der vergangenen Wahlperiode aus der UWG-Fraktion austrat und im September für die CDU kandidierte.

Eine erste „Kraftprobe“ zwischen den beiden Fraktionen gab es vor zahlreichen Besuchern bereits nach der förmlichen Verpflichtung der Abgeordneten bei der Abstimmung über den Tagesordnungspunkt „Beschluss über den Verzicht auf den Verwaltungsausschuss“. Der von der UWG eingebrachte Antrag, entgegen der bisherigen Praxis einen Hauptausschuss, der die anstehenden Beschlussvorlagen für den Rat vorbereitet, einzusetzen, wurde mit acht zu drei Stimmen abgelehnt. Auch die von der UWG-Fraktion vorgeschlagene Bildung sowohl eines Kindergarten- als auch eines Wegebauausschusses fand nicht die Zustimmung der Unionsfraktion.

Gerd Rode (UWG) hatte in beiden Fällen nachdrücklich für die Einsetzung der entsprechenden Gremien geworben und sie damit begründet, dass kleinere Gruppen sich intensiver mit den anstehenden Fragen und Problemen auseinandersetzen könnten als der Gesamtrat. Helmut Rawe hielt es dagegen für „ausreichend, wenn sich unser zahlenmäßig überschaubarer Gemeinderat mit den zu fassenden Beschlüssen beschäftigt“. Leicht gereizt reagierte er, als Rode „angesichts der Tatsache, dass wir über eine Geschäftsordnung abstimmen sollen, die uns erst seit zwei Tagen vorliegt“, eine Zurückstellung des Votums beantragte. Man habe im Laufe der Zeit immer wieder die Möglichkeit, die Geschäftsordnung zu ändern, erklärte Rawe. Und der Erste Samtgemeinderat Hans Nowak erklärte, dass es sich um Spielregeln für die Ratsarbeit handele, die nicht für die Ewigkeit gelten.

Mit den acht Stimmen der CDU wurde die Geschäftsordnung beschlossen. Die UWG votierte dagegen. Bei der Wahl des Bürgermeisters trat Helmut Rawe (CDU) als einziger Kandidat an und wurde in geheimer Abstimmung mit acht Stimmen gewählt. „Ich möchte Bürgermeister aller Staverner sein“, erklärte der wiedergewählte Ratsvorsitzende. Erster Stellvertreter ist Hubert Efken (CDU), der die Wahl gegen Reinhold Kuschmierz mit acht zu drei Stimmen gewann. Efken tritt die Nachfolge von Heinrich Rolfes an, der nicht wieder kandidiert hatte.

Zum ersten Mal wählte der Rat mit Anke Schuckenbrock eine Frau zur 2. Stellvertreterin des Bürgermeisters. Sie gewann die Abstimmung gegen Gerd Rode mit 8:3 Stimmen. Mit der allgemeinen Verwaltungsvertretung des Bürgermeisters beauftragte der Gemeinderat einstimmig die Verwaltungsfachangestellte der Samtgemeinde Sögel Christel Többen.


0 Kommentare