07.06.2016, 10:45 Uhr

Zusage vom Landkreis Baugenehmigung für geplantes Bordell in Fürstenau da

Die Baugenehmigung für das geplante Bordell in Fürstenau hat der Landkreis Osnabrück erteilt. Foto: Torsten Albrecht/ Grafik: Heiner WittwerDie Baugenehmigung für das geplante Bordell in Fürstenau hat der Landkreis Osnabrück erteilt. Foto: Torsten Albrecht/ Grafik: Heiner Wittwer

Fürstenau. Der Landkreis Osnabrück hat die Baugenehmigung für das geplante Bordell im Gewerbegebiet Utdrift in Fürstenau erteilt. Das gab Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff bekannt.

„Die Baugenehmigung gilt für die Autowaschanlage und für das Bordell selbst“, sagte Riepenhoff. Die Genehmigung gelte nicht für das geplante Hotel. Ende Mai stand die Prüfung des Antrages kurz vor dem Abschluss. Letzte Fragen nach der Statik hatten laut Riepenhoff aber noch gefehlt. „Der Bauherr hat die Unterlagen eingereicht, sodass jetzt alles vollständig ist.“ (Weiterlesen: Prüfung für Fürstenauer Bordell noch nicht abgeschlossen)

Bordell mit zehn Zimmern

Im Fürstenauer Gewerbegebiet Utdrift ist eine gut 800 Quadratmeter große Halle mit zehn Indoor-Parkplätzen vorgesehen. Zehn Zimmer sollen eingerichtet werden. Zudem ist im Obergeschoss des Gebäudes, das teilweise von einem 3,50 Meter hohen Sichtschutzzaun umgeben sein wird, ein Film- und Fotostudio geplant.

Ein Hotel für jedermann

Darüber hinaus soll auf dem 4800 Quadratmeter großen Grundstück neben dem Bordell ein Hotel entstehen. Nach Angaben des Bauherrn gehört das Hotel weder zum Bordell noch ist es für Wohnzwecke gedacht. Es sei ein Hotel für jedermann und werde ebenfalls mit einem Sichtschutzzaun vom Bordellbereich abgetrennt sein. Auch den Betrieb der Auto-Waschanlage müsse losgelöst vom Bordell betrachtet werden.

Baubeginn in Kürze

Wie der Bauherr aus Neuenkirchen auf Anfrage mitteilte, werde der Baubeginn in Kürze erfolgen. „Es wird nicht mehr lange dauern“, sagte er. Allerdings warte er noch auf die Baugenehmigung für das Hotel.

Gerüchteküche brodelte

Zuletzt hatte der Bauherr des geplanten Bordells Gerüchte dementiert , nach denen es sich bei den künftigen Betreibern um die ehemaligen Geschäftsführer des Berliner Bordells „Artemis“ handelt. In dem Etablissement in Berlin-Charlottenburg hatte im April eine Großrazzia stattgefunden. Die Geschäftsführer sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Menschenhandel sowie Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben.

Demo vor dem Rathaus

Im März hatten Demonstranten gegen das geplante Bordell vor dem Fürstenauer Rathaus protestiert . Sie hielten Flyer und Plakate in die Höhe, auf denen „Stopp Sexkauf“ stand. Mitte Mai hatten zudem Mitglieder des Grünen-Ortsverbandes Fürstenau und der Grünen-Kreistagsfraktion Protestplakate mit derselben Aufschrift nahe des künftigen Standortes des Bordells aufgestellt. (Weiterlesen: Grüne kämpfen weiter gegen neues Bordell in Fürstenau)


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