05.03.2016, 20:19 Uhr

3000 Teilnehmer Viel Schlamm beim Strong Viking 2016 in Fürstenau


Fürstenau. Über aufgeweichte Wege und durch tiefe Wasserlöcher mussten sich die knapp 3000 Läufer beim Strong Viking Parcours im Fürsten Forest kämpfen. Und dann waren da noch die Hindernisse. Die Hauptattraktion an diesem Samstag.

Als Mud Edition hatten die Organisatoren den Lauf angekündigt, und viel Schlamm gab es. „Ich bin durch Schlamm in verschiedenen Farben gelaufen, er war schwarz, braun und rot und hatte unterschiedliche Konsistenzen“, freut sich Teilnehmer Florian Hübner. Er, wie auch alle anderen, die es durch das Ziel geschafft haben, waren schlammverschmiert. Kein Körperteil oder Kleidungsstück ist sauber geblieben.

Das war es wert, da sind sich die Läufer aus verschiedenen Ecken Norddeutschlands einig. Corinna Petznik und Lennart Eilers aus Westerstede bei Oldenburg haben zum ersten Mal mitgemacht. Heute haben sie zunächst mit der kürzesten Distanz von 7 Kilometern begonnen, aber bei der nächsten Ausgabe von Strong Viking wollen sie sich ans nächste Level wagen. „Wir schaffen bestimmt auch die 13 Kilometer“, sind sich die beiden einig. Für die ganz Hartgesottenen gibt es dann noch eine Steigerung. 19 Kilometern misst die längste Strecke hier im Fürsten Forest.

33 Hindernisse

Zusammen mit neun Freunden sind Theresa Richter aus Schwagstorf und Marina Busch aus Fürstenau an den Start gegangen. Viel schlammiger als noch im Sommer sei es gewesen, sagen die Strong Viking erfahrenen Teilnehmer. „Aber uns hat ein Highlight zum Ende gefehlt“, merkt Theresa Richter an. Beim Lauf im September letzten Jahres habe es eine riesen Wasserrutsche gegeben.

Tatsächlich verzichteten die Veranstalter auf viele Wasserhindernisse aufgrund des Wetters, erklärt Marketingmanager Jan Ruch. Und ergänzt, dass es zu dieser Jahreszeit zu gefährlich sei, wenn der Oberkörper und die Haare nass würden. 

Dafür mussten die Läufer aber bis zu 33 andere Hindernisse überwinden. Beim Mud Crawl kriechen sie durch Schlamm und unter Stacheldraht her. In der Log Road hüpfen sie über Hürden hinein in eine Pfütze und beim Load Carry bekamen sie 20 Kilo schwere Sandsäcke auf die Schulter und mussten einen Teil des Weges so zurücklegen. „Besonders viel Kraft kostet eines der letzten Hindernisse, die Varjagen Saga“, erklärt Manager Jan Ruch. Hier gilt es zu hangeln und mithilfe von Stäben und Ringen vorwärts zu kommen. Nicht ganz einfach.

Kein Wettbewerb, aber Teamarbeit

Anna Riedel, Teilnehmerin aus Osnabrück, hatte am meisten Schwierigkeiten die Baumstämme zu ziehen, erklärt sie nach ihrem Lauf. „Da dachte ich, wenn es jetzt so weitergeht, schaffe ich es nicht.“ Aber ohne weitere Probleme ist sie im Ziel angekommen, zusammen mit ihrem Team. „Alleine sind einige Etappen nicht zu meistern. Das ist schon Teamarbeit“, ergänzt sie.

Dem kann Jan Ruch, als Mitorganisator, nur zustimmen. Es sei kein Wettbewerb, darum gebe es auch keine Siegerehrung. Der Sport in der Natur stehe im Vordergrund. Das Strong-Viking-Team wünscht sich, dass eher Untrainierte mit der kurzen Strecke beginnen und sich dann immer weiter steigern, bis sie die 19 Kilometer meistern. „Dann hätten wir unser Ziel erreicht“, sagt Jan Ruch.

Einen Haken hat der Lauf im Fürsten Forest. Er ist teuer. 59 Euro plus Gebühren zahlen die Läufer für die Teilnahme an der 7 Kilometer Strecke. Hinzu kommt das Parkticket, das mit 8 Euro nicht gerade ein Schnäppchen ist. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten viel Spass. Aber nach knapp einer Stunde waren wir durch“, bemerkt Florian Hübner, dafür sei die Gebühr zu hoch.


0 Kommentare