13.05.2015, 12:19 Uhr

Musicalaufführung Musical „Der kleine Tag“ in Fürstenau aufgeführt


nhe Fürstenau/Bippen/Berge. Musik verbindet in besonderer Weise: Das zeigten die Aufführungen des Musicals „Der kleine Tag“ von Ralf Zuckowski in Fürstenau. 39 Jungen und Mädchen aus den sechs Grundschulen der Samtgemeinde hatten dafür mehrere Monate mit den Lehrerinnen Renate Hundrup und Monika Sander geprobt. Es hat sich gelohnt – für die Kinder ebenso wie für die Zuschauer, darunter Mitschüler und Eltern.

Der kleine Tag – verkörpert von gleich drei Darstellerinnen – hat nur einen einzigen Wunsch: Er möchte unbedingt aus dem Lichtreich hinter den Sternen oben im Himmel runter auf die Erde, um ein ganz besonderer Tag zu werden. Jeder Tag, der im Lichtreich lebt, ist ein Lichtwesen, das nur einmal im Leben auf die Erde darf.

Im Lichtreich wohnen zum Beispiel schon der Kolumbustag, der Steinzeittag, der Kriegstag, aber auch der Friedenstag und sogar der geheimnisvolle Tag. Sie alle fühlen sich besonders wichtig. Sie alle hätten die Welt verändert und seien zusammen die Ewigkeit, sagen sie. Und sie alle dürfen jeden Abend bei der Versammlung aller wichtigen Tage in der ersten Reihe sitzen.

Das möchte auch endlich der kleine Tag. Er muss aber bis zum 23. April warten, denn an diesem Tag, seinem Tag, darf auch er auf die Erde. Und dann ist es so weit: Aus dem Lichtreich fällt der kleine Tag sanft auf die Erde. Neugierig erkundet er das Leben auf der Erde – sieht Schüler in der Schule, zwei Menschen, die sich nach langer Zeit zufällig wiedertreffen, eine Familie, die picknickt, und Menschen, die auf den Bus warten.

Am Abend kehrt der kleine Tag zufrieden zurück zu den anderen Tagen in den Himmel. Begeistert berichtet er den anderen Tagen von den vielen Erlebnissen. Aber die schenken ihm keine Beachtung. Am 23. April sei doch gar nichts nichts Wichtiges geschehen.

Doch das ändert sich genau ein Jahr später. Da stellt sich heraus, dass der 23. April des vergangenen Jahres der friedlichste Tag aller Zeiten gewesen ist. Fortan wird der kleine Tag respektiert und darf jeden Abend in der ersten Reihe sitzen.

So wunderbar die Geschichte ist, so engagiert und talentiert brachten die 39 Jungen und Mädchen das Stück auf die Bühne in der Grundschule Fürstenau. Es machte Spaß, den jungen Akteuren bei Spiel und Gesang zuzusehen und zuzuschauen – auch wenn bei der Montagaufführung, die Technik zwischendurch ein wenig streikte. Das war dann aber am Dienstag schon wieder anders.

Das Musical-Projekt ist im Rahmen des Kooperationsverbundes der Samtgemeinde-Schulen zur Begabtenförderung durchgeführt worden. In den vergangenen Monaten haben sich die Schüler immer wieder getroffen, um mit Renate Hundrup und Monika Sander das Stück einzuüben. Den beiden Lehrerinnen gelang es, die Schülern so zu fordern und zu fördern, dass am Ende eine beeindruckende Musical-Aufführung stand, zu der jeder Akteur auf seine ganz besondere Weise einen Beitrag leistete.

So bleibt zu wünschen, dass es eine weitere Auflage des Projektes geben möge. Renate Hundrup, die sich am Ende der Aufführung noch bei den Eltern, den Schülern sowie der Licht- und Ton-AG der IGS bedankte, deutete dies an. Das Projekt werde sicher nicht das letzte dieser Art gewesen sein, sagte sie.


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