27.10.2011, 12:50 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Gespräch mit Helmut Kamlage Fürstenau: Mit dem Erbe der Markgenossenschaft sorgfältig umgeben

Helmut Kamlage Foto: ArchivHelmut Kamlage Foto: Archiv

Fürstenau. Helmut Kamlage ist der neue Vorsitzende der Markgenossenschaft in Fürstenau. Er hat das Amt nach dem Tod des langjährigen Chefs Bernhard Haverkamp angetreten und steht nun einer Organisation vor, die rund 550 Hektar Wald und Wiesen verwaltet.

Wie schwer ist es, die Nachfolge von Bernhard Haverkamp anzutreten?

Ich hatte bereits im Rahmen meiner früheren Arbeit bei der Stadt und in der Samtgemeinde einen außerordentlich engen Kontakt zur Markgenossenschaft und Gelegenheit, bei der Lösung vieler Fragen mithelfen zu können. Aus diesem Grunde habe ich das Amt gerne übernommen, wohl wissend, dass Bernhard Haverkamp in seiner Amtszeit Maßstäbe gesetzt hat, die zu erfüllen nicht einfach sein wird. Er hat der Markgenossenschaft seit 1984 bis zu seinem Tode am 22. Juli dieses Jahres ununterbrochen vorgestanden und in dieser Zeit ihre Entwicklung maßgeblich gefördert. Die sehr positive Entwicklung ist im besonderen Maße ihm und den Vorstandsmitgliedern zu verdanken. Ich werde mich im Interesse der Markgenossen dafür einsetzen, dass sich diese Entwicklung auch zukünftig fortsetzt. Ich weiß, dass dazu die vertrauensvolle Zusammenarbeit des gesamten Vorstandes notwendig ist, auf die ich auch setze.

Was genau ist eigentlich die Markgenossenschaft?

Die Markgenossenschaft Fürstenau ist historisch betrachtet sehr eng mit der Geschichte der Stadt Fürstenau als ehemalige Ackerbürgerstadt verbunden. Es ist unseren Vorfahren zu verdanken, dass wir heute über ein beträchtliches Vermögen von rund 550 Hektar, davon 480 Hektar Wald und 70 Hektar Weide- beziehungsweise Ackerfläche verfügen. Für die Zukunft gilt, dass wir mit diesem Erbe unserer Vorfahren sorgfältig umgehen, es gut verwalten und mehren. Das ist auch die Erwartung unserer Markgenossen. Ich gehe davon aus, dass wir ihnen auch in Zukunft eine angemessene Gewinnausschüttung zusagen können, ohne die Substanz zu gefährden. Die wirtschaftliche Ausgangslage ist, auch wenn die Erträge aufgrund zurückgehender Holzeinschläge und anderer Einflüsse durchaus Veränderungen unterliegen, nicht schlecht.

Wie wollen Sie sicherstellen, dass Sie diese Ziele erreichen?

Unsere Hauptaufgabe wird es sein, den Waldbestand zu pflegen und eine nachhaltige Holzbewirtschaftung zu gewährleisten. Hierzu haben wir mit dem Forstamt Ankum als unserem Betreuungsforstamt einen kompetenten Partner an unserer Seite. Ich werde alles dafür tun, diese partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und fortzusetzen. Sehr am Herzen liegt mir auch, zu den Jagdpächtern ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Es liegt im Interesse der Markgenossenschaft, die Hege und Pflege unseres Wildbestandes in guten Händen zu wissen.


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