21.04.2017, 19:00 Uhr

Auch Voltlage ist dabei Fördermittelregen für die Gemeinde Alfhausen


ms/jp Altkreis Bersenbrück. Mehr als zwei Millionen Euro fließen aus dem Zile-Fördertopf in den Altkreis Bersenbrück, teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wahlmann (SPD) mit. Der Löwenanteil landet in der Samtgemeinde Bersenbrück, speziell in Alfhausen.

Die Abkürzung Zile steht für „Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“, ein Förderprogramm, dass von EU, Bund und Land finanziert wird. Agrarminister Christian Meyer hat im Zuge der Förderrichtlinie mehr als 1600 Anträge mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro genehmigt. 43 Projekte im Landkreis werden unterstützt, etwa 2,1 Millionen Euro fließen in den Nordkreis.

Klosterpforte wird saniert

In der Stadt Bersenbrück soll für die Sanierung der Klosterpforte knapp 110000 Euro zur Verfügung gestellt werden, für die Neugestaltung des Kreismuseums bis 175000 Euro. Der Zusammenschluss der Nordkreisgemeinden zur Ilek-Region zahle sich hier mit aus, kommentiert der Bersenbrücker Samtgemeindebürgermeister Horst Baier. „Die Klosterpforte und das Kreismuseum sind wichtige geschichtliche Zeitzeugen und sind für den Tourismus bedeutende Anlaufpunkte“, schreibt er. Das Kreismuseum ist das einzige Projekt im Landkreis Osnabrück, das unter dem Stichwort „Kulturerbe“ gefördert wird. Baier hofft außerdem, dass sich nun das Konzept der Stadt Bersenbrück von 2015 umsetzen lässt, das aus der Klosterpforte ein kleines städtisches Museum machen würde.

Ankum erhält 170000 Euro für die Flurbereinigung Ankum Nord.

Dörfliches Zentrum

Ankum erhält 170 000 Euro für die Flurbereinigung Ankum Nord. Alfhausen hat eine Reihe von Anträgen gestellt, ein Teil von ihnen diente dazu, die Pläne zur Neugestaltung der alten Schule zu einem dörflichen Zentrum mit Ferienwohnungen finanziell abzusichern. Nun fließen für den Ausbau der Schule zur Markthalle für regionale Produkte bis zu einer halben Million Euro, für die Ferienwohnungen soll es bis zu 460000 Euro geben, für die Außenanlagen drumherum bis 156000 Euro. Die Markthalle als Idee begeistert auch die Abgeordnete Wahlmann. „Davon profitiert die gesamte regionale Nahversorgung nachhaltig,“ hofft sie.

Schluss mit Schilderwirrwarr

„Die Mühe mit den vielen Anträgen hat sich gelohnt“, findet Alfhausens Bürgermeisterin Agnes Droste (CDU). „Wir haben das Maximale herausgeholt.“ Der Ort soll nämlich nicht nur Geld für das Zentrum mit Markthalle bekommen. Gemeinsam mit Rieste hat die Gemeinde auch Geld beantragt, um das Schilderwirrwarr rund um den Alfsee zu lichten und für eine einheitliche und überschaubare Beschilderung zu sorgen, von der Einheimische und Touristen profitieren. Für die Planung sollen bis 12000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Für die Außenanlagen des neuen kommunalen Johanna-Kindergartens soll es gut 70000 Euro geben.

Mehrgenerationengarten

Und dann gibt es da noch ein Projekt der katholischen Kirchengemeinde am Altenheim St. Antonius-Stift, das es der Bürgermeisterin offensichtlich auch angetan hat: Begeistert schildert sie den Mehrgenerationengarten, der auf einem freien Grundstück am Altenheim entstehen soll, mit Spielgeräten für Jung und Alt, Wasserspielen und vielem mehr. Der Mehrgenerationengarten soll aus zwei unterschiedlichen Wohngebieten zugänglich sein, Erholung bieten und Raum für Begegnungen. Gut 75000 Euro sollen aus dem Zile-Topf zur Verfügung gestellt werden.

Hollenstede profitiert

Doch auch die anderen Samtgemeinden im Altkreis gehen nicht leer aus. Mit einer Fördersumme in Höhe von bis zu 104244 Euro kann der Tennisverein Quakenbrück für einen neuen Schulungsraum rechnen.

Voltlage profitiert ebenfalls, denn der Antrag der Gemeinde Voltlage zur Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse an der Küsterstraße wird mit bis zu 58128,92 Euro berücksichtigt. „Im Sinne der Anwohner und der sechs neuen barrierefreien Wohnungen ist es sehr zu begrüßen, dass die Verkehrsverhältnisse an der Küsterstraße nun entsprechend angepasst werden können“, freut sich die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wahlmann, die zudem mitteilte, dass auch die Hollensteder Dorfgemeinschaft für Sanierungsmaßnahmen mit bis zu 178949,08 Euro rechnen darf.


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