21.04.2017, 15:54 Uhr

Gemeinde will vorbeugen Alfhausen: Kindergarten für drei Gruppen?

Der Bau des Katharina-Kindergartens in Alfhausen kommt voran. Nun erwägt die Gemeinde, die Räume für die dritte Kindergruppe gleich mitzubauen. Foto: Margarete HartbeckeDer Bau des Katharina-Kindergartens in Alfhausen kommt voran. Nun erwägt die Gemeinde, die Räume für die dritte Kindergruppe gleich mitzubauen. Foto: Margarete Hartbecke

Alfhausen. Noch ist die Gemeinde Alfhausen auf der Suche nach Handwerkern für ausgeschriebene Arbeiten am neuen Johanna-Kindergarten, da beraten die Mitglieder im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss, ob der Raum für die dritte Kindergartengruppe gleich mitgebaut werden soll.

Das Winterwetter habe zu einer leichten terminlichen Verzögerung beim Bau der zweiten Alfhausener Kindertagesstätte gesorgt. Und auf die Ausschreibung für den Bau von Aluholzfenstern und für die Schallschutzwand habe sich noch kein Betrieb gemeldet, das könne zu zeitlichem Verzug bei den Innenarbeiten führen, erläuterte Bürgermeisterin Agnes Droste den Sachstand. „Insgesamt sieht es vom Bauablauf und den Kosten gut aus“, fasste Verwaltungsvertreter Stefan Winter zusammen.

Nach den derzeitige n Plänen soll der Kindergarten zunächst einmal Platz bieten für zwei Kindergruppen und eine Krippengruppe. Jetzt sei nach Auskunft des Architekten Thomas Behla der richtige Zeitpunkt, falls die Gemeinde sich für den gleichzeitigen Ausbau der dritten Kindergartengruppe entscheide, berichtete Ausschussvorsitzende Eva Maria Kleine Starmann von der letzten Baubesprechung. Der Bauantrag war von vornherein für drei Gruppen gestellt worden, und auch der Untergrund sei entsprechend gebaut worden, erklärte Agnes Droste.

Sie sprach sich für den sofortigen Ausbau aus, denn voraussichtlich würden auch diese Kindergartenplätze benötigt. Nachforschungen hätten ergeben, dass nur achtzig Prozent der infrage kommenden Kinder in Alfhausen einen Kindergartenplatz belegten. Wo die restlichen zwanzig Prozent untergebracht seien, werde zurzeit noch festgestellt.

Außerdem gebe es Pläne der Landesregierung, die Betreuung von Kindern für die Eltern kostenfrei zu stellen. Erfahrungsgemäß steigere auch eine solche Befreiung die Nachfrage nach Plätzenspürbar.

Auch das neue Baugebiet am Bahnhofsesch werde voraussichtlich Familien mit kleinen Kindern in den Ort holen und damit den Bedarf an Kindergartenplätzen steigern. In den umliegenden Gemeinden seien die Kindergärten voll, ein Ausweichen dorthin nicht möglich.

Der Ausbau der dritten Gruppe werde voraussichtlich zusätzliche Kosten in Höhe von 220000 Euro verursachen, so Droste. Bei einem späteren Ausbau würde dieser Betrag jedoch noch einmal um etwa 60000 Euro erhöht. Bei einer Enthaltung empfahl der Ausschuss, den Ausbau der dritten Kindergartengruppe. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat am Montag.


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