05.11.2012, 16:33 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Ein Förster als Imker Wolfram Buchwald stellt sein Hobby in Bersenbrück vor

<em>Eine kleine Ausstellung</em> rund um den Honig zeigt Wolfram Buchwald (rechts, hier mit Silvia Küthe) im Laden Sinn & Spiel der Heilpädagogischen Hilfe in Bersenbrück. Foto: HpHEine kleine Ausstellung rund um den Honig zeigt Wolfram Buchwald (rechts, hier mit Silvia Küthe) im Laden Sinn & Spiel der Heilpädagogischen Hilfe in Bersenbrück. Foto: HpH

Bersenbrück. Wer kann schon von sich behaupten, eine Königin sein eigen zu nennen? In dieser glücklichen Lage ist Wolfram Buchwald, Revierförster in Westerholte und leidenschaftlicher Imker. Ein Hobby, das er quasi in die Wiege gelegt bekam von seinem Vater und mit seiner Ehefrau Bettina teilt.

Aus der anfänglichen Bienenhaltung wurde, begleitet von Fortbildung in Theorie und Praxis, eine Bienenzucht, die mittlerweile zehn Völker umfasst. Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Mit Hand und Herz“ stellt die Familie Buchwald bis zum 16. November im Geschenkartikelladen „Sinn & Spiel“ der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück ausgewählte Produkte vor, handgefertigt aus Bienenhonig und Waben.

Zweimal im Jahr schleudert Familie Buchwald den Honig aus den Waben und verarbeitet den süßen Saft weiter.

„Durch regelmäßiges Rühren erhält der Honig eine Konsistenz wie Butter“, gibt Buchwald einen Einblick in das zeitlich aufwendige Herstellungsverfahren. „Es sind hohe Standards und strenge EU-Vorgaben einzuhalten, die regelmäßig kontrolliert werden“, erläutert Wolfram Buchwald, Mitglied im Imkerverein Osnabrück und Umgebung.

Die engen EU-Vorschriften haben auch die heimischen Imker erreicht: „Eigentlich ist Honig, wenn er korrekt gelagert wird, ewig haltbar. Aber laut EU-Vorschrift darf lediglich eine Mindesthaltbarkeit von zwei Jahren deklariert sein.“

Besonders interessieren wird die Hausfrau oder den Hausmann der Hinweis, dass, wenn Honig kandiert, dies ein Zeichen für die Unverfälschtheit des Honigs ist. Zu verhindern ist eine grobe Kristallbildung durch äußerst regelmäßiges Rühren des zuckersüßen Naturproduktes. Und: Naturhonig hat nicht immer den gleichen Geschmack, da jede Jahresblüte verschieden ist.

Zu den Nektarsorten, den die Bienen in Westerholte zusammentragen, gehört laut Familie Buchwald auch der Frühjahrsblütenhonig. Dieser wird hierzulande überwiegend aus Heidelbeernektar mit einer Note von Obst, Raps und Löwenzahn von den fleißigen Bienen produziert und hat einen cremig milden Geschmack.

Außerdem ist in ihren Waben der Sommerblütenhonig zu finden, der sich aus dem Nektar der Linde, Brombeere, Himbeere und Faulbaum zusammensetzt und im Geschmack mild würzig ist.

Eine Besonderheit ist der Waldhonig, der überwiegend aus überschüssigen Siebröhrensäften der Bäume produziert wird. Diese Säfte werden von den Baum- und Blattläusen abgesogen und stehen bei einer Massenvermehrung der Läuse den Bienen zur Verfügung.

Waldhonige werden nicht jedes Jahr gewonnen, da die Herstellung von Witterungsverhältnissen abhängig ist. Da dieser Honig beim Verzehr nur sehr langsam vom Blut aufgenommen wird, ist er auch für Diabetiker geeignet.

„Süßes von Wald und Wiesen“ wird im Geschenkartikelladen Sinn & Spiel an der Robert-Bosch-Straße 3–7, in Bersenbrück während der Öffnungszeiten präsentiert: montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 14.30 Uhr.


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