31.05.2015, 19:00 Uhr

Eine Reise durch ferne Länder Begegnungen der Nationen in Quakenbrück


Quakenbrück. Fremdländische Klänge und Tänze, Begegnung der Nationen und kulinarische Freuden markierten am Samstagabend den fröhlichen Auftakt zum Multikulti-Fest auf dem Marktplatz. Trotz der unbeständigen Witterung konnte das Organisationsteam rund um Franziska Pohlers eine Vielzahl von Gästen begrüßen. Gut gelaunt führten Pastor Wolfgang Thon-Breuker von der St.-Sylvester-Gemeinde und die stellvertretende Bürgermeisterin Tülay Tsolak durch das Programm.

Wehmütige Klänge des Bremer Ensembles Camellia wehten über den Platz. Die jungen, professionellen Musiker aus Syrien brachten traditionelle und zeitgenössische Musik des Nahen Ostens und des orientalischen Raumes zu Gehör. Sie nahmen das Publikum mit auf die Reise in ferne Länder und verzauberten mit ihren Liedern.

Einen schönen Kontrast dazu bildete das Duo Pinch Harmonic mit Florian Schmitz und Rune Schohaus aus Bramsche, die mit ihrer „Lagerfeuermusik“ viele neue Fans eroberten. Auch die Schülerband des Artland-Gymnasiums begeisterte mit Instrumental- und Gesangsstücken. Unter der Regie von Arne Wellinghorst interpretierten sie unter anderem Stücke von George Harrison.

Pure Lebensfreude und geballte Erotik der Gruppe El Khadija und Petra Bodemann (Samea) versetzte das Publikum in Hochstimmung. Geradezu fasziniert verfolgten die kleinen Mädchen direkt an der Bühne das turbulente Geschehen in farbenfrohen Kostümen. Ein verführerisches Highlight war der Schleiertanz von Samea selbst. Die Nortruperin unterweist seit Jahren Frauen aus verschiedenen Ländern in Tanzfolklore und hat sich auch im Ausland einen Namen als Tänzerin gemacht.

Sameas Gruppe wie auch allen anderen Akteure dankte Bürgermeister Paul Gärtner für ihren Einsatz beim „Fest der Kulturen“. Die tatkräftige Unterstützung aus dem Rathaus und das Zusammenwirken vieler Konfessionen, Nationen, Vereine und Verbände habe zu einem Konzert der kulturellen Vielfalt geführt, so wie es der Wirklichkeit der Stadt Quakenbrück entspreche.

Gemeinsam zu feiern schaffe Begegnung über nationale, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg. Erst Kontakte über den engen Familienverband hinaus ergäben einen „sozialen Kitt für ein Gemeinwesen“. Begegnung ermögliche Kennenlernen, das Verständnis für das Anderssein wecke und gegenseitigen Respekt hervorbringe.

Schon bei der Vorbereitung des „Spektakels“ habe das Team unter Federführung von Franziska Pohlers ein gutes Zeichen des Miteinanders von Kulturen, Nationalitäten und Konfessionen gesetzt, unterstrich Gärtner die Vorbildwirkung der Lenkungsgruppe Integration.

„Das war ja ein überraschend guter Auftakt. Ich finde dieses Fest super. Das ist ja logisch angesichts der vielen Nationen unserer Stadt. Jeder Kulturkreis lebt für sich. Da ist es schon gut, wenn man sich mal einer gemeinsamen Feier hingibt“, lobte Carsten Rengermann. Er ließ sich wie alle anderen orientalische, asiatische und einheimische Leckereien schmecken. Denn schließlich gehört zu einem Kulturenfestival auch ein vielfältiger Sinnesschmaus.


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