14.03.2017, 10:34 Uhr

Fortbildung zur Prävention SuS Rhede thematisiert sexuelle Gewalt im Sport

Klassische Aussagen von Kindern infolge sexueller Gewalt thematisierte KSB-Referent Christian Ruygh (rechts) bei einer Fortbildung des SuS Rhede. Foto: SuS RhedeKlassische Aussagen von Kindern infolge sexueller Gewalt thematisierte KSB-Referent Christian Ruygh (rechts) bei einer Fortbildung des SuS Rhede. Foto: SuS Rhede

Rhede. Das Thema „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im Sport“ hat im Mittelpunkt einer Fortbildung gestanden, die im Vereinsheim des SuS Rhede angeboten wurde. Darüber informierte der Verein in einer Pressemitteilung.

Christian Ruygh, Referent des organisierenden Kreissportbundes, machte dabei deutlich, wie wichtig Prävention und ein Bewusstsein für das Thema im Vereinsleben sind. So seien rund acht Millionen Kinder in deutschen Sportvereinen engagiert. Anhand von Fallbeispielen machte der Referent vor rund 30 Teilnehmern deutlich, dass sexuelle Gewalt Kindern und Jugendlichen im Alltag, und damit auch in einem Sportverein, auf verschiedene Weisen begegnen könne, etwa durch Äußerungen, Berührungen oder aber auch sexuelle Handlungen.

Ruygh betonte daher, dass eine „Kultur des Hinsehens“ gefördert werden müsse, denn gerade in Sportvereinen fänden mögliche Täter ein „sorgloses Umfeld“ vor, das oft auf Vertrauen basiere. Er empfahl den Sportvereinen daher, vier Mindeststandards zum Schutz von Kindern und Vereinen zu etablieren: Hierzu zählen die Durchführungen und Teilnahmen an Schulungen zu diesem Thema, der Einsatz von Kinderschutzbeauftragten, ein schriftliches Regelwerk mit Verhaltensrichtlinien und das Einfordern erweiterter Führungszeugnisse von Übungsleitern.


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