14.03.2017, 09:27 Uhr

Freundinnen-Frühstück in Rhede Soroptimistinnen und Gäste bei Freundinnen-Frühstück in Rhede

Die Soroptimisten Leer/Papenburg begrüßten in Rhede ihre Gäste zu einem Frühstück und freuten sich nach der Begrüßung über die Einladung eines befreundeten Klubs. Foto: Susanne Risius-HartwigDie Soroptimisten Leer/Papenburg begrüßten in Rhede ihre Gäste zu einem Frühstück und freuten sich nach der Begrüßung über die Einladung eines befreundeten Klubs. Foto: Susanne Risius-Hartwig

Rhede. Zu seinem zweiten Freundinnen-Frühstück hatte der Soroptimist International Club Leer/Papenburg nach Rhede eingeladen. 120 Karten waren im Vorfeld verkauft worden.

Mit dem Erlös werden das Helpful Kinderhospiz, die AuKiJu Papenburg und das Mehrgenerationenhaus in Leer unterstützt. Das Frühstück ist neben einem Bratwurst-Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Papenburg und einem Verkauf auf dem Weinfest in Leer das dritte Event, mit dem die Klub-Mitglieder Geld für den guten Zweck einwerben. Jedes Klub-Mitglied hatte befreundete Frauen eingeladen und sich mit selbst zubereiteten Speisen am Frühstück beteiligt. Nach der Begrüßung durch die Klub-Präsidentin, Anita Lobbezoo aus Aschendorf, brachten befreundete Klubs Grüße und Einladungen vor.

Landesweite Protestaktion

Neben leckerem Essen stand ein Beitrag der Gruppe Lüttje Theater Hatshausen-Ayenwolde (Moormerland) mit dem Titel „Mütter des Grundgesetzes“ auf dem Programm. Am Abend nach der Schlussabstimmung des Parlamentarischen Rates am 8. Mai 1949 unterhalten sich Dr. Elisabeth Selbert (gespielt von Anja Zimmermann), Frieda Nadig (Angelika Jansen-Harms), Helene Wessel (Frauke Tillmann) und Dr. Helene Weber (Maria Bohlen) über den hinter ihnen liegenden Kampf um die richtigen Formulierungen im Gesetzestext. Selbert erinnert sich: „Als mein Vorschlag ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘ abgelehnt wurde, rief ich eine landesweite Protestaktion ins Leben. Erst als wäschekörbeweise Protestschreiben bei mir ankamen, wurde dieser Satz ins Grundgesetz aufgenommen.“

Im Spiel der Moormerländerinnen wurde deutlich: Die vier hatten sich zwar gegen „61 dunkle Anzüge“, also männliche Abgeordnete durchgesetzt, einig waren sie sich deshalb noch lange nicht. So hatte Helene Wessel ihre Zustimmung verweigert, weil darin „die Prinzipien der katholischen Kirche zu wenig bedacht wurden.“


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