17.04.2017, 22:12 Uhr

Dr. Frank Buskotte referierte Vortrag in Papenburg über Vorstellungen nach dem Tod


Papenburg. In seinem Vortrag bei der Papenburger Hospizbewegung zum Thema „Was kommt nach dem Ende?“ referierte Dr. Frank Buskotte, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Osnabrück, über das Lebensende: „Was für uns Geheimnis bleibt, dem können wir uns nur schrittweise nähern“.

Bevor man darüber nachdenkt, wie es zu Ende geht, muss man laut Buskotte schauen, wie alles angefangen hat. „Der Tod ist nicht das Ende der Schöpfung, sondern der Beginn der Vollendung“, wie er in seinem Vortrag ausführte. Die Vollendung bedeute dabei aber kein neues oder zweites Leben. Die Vollendung stelle eher den Höhepunkt des Lebens dar und setze voraus, dass vorher etwas gewesen war.

Darüber hinaus ist der Mensch laut Buskotte als eine leibseelische Einheit zu sehen. Das heißt, dass der Mensch nicht aus Leib und Seele, sondern in Leib und Seele besteht. Der Leib mache die Seele sichtbar. „Das eine funktioniert nicht ohne das andere“, so Buskotte. Gleichzeitig ist es für uns nach seinen Worten schwierig, den Körper vom Leib zu unterscheiden.

Frank Buskotte führte weiter aus, dass die christliche Hoffnung ausmacht, dass das „Ich“ im Ganzen gerettet werde. „Das, was das Leben mit einem gemacht hat, bleibt“, sagte er. „Ich selber bleibe ich.“ Der Körper sei schließlich noch da, aber die Seele sei bereits woanders. Das Leben, das die Menschen bis zum Tod leben, will Gott nach Buskottes Worten am Ende zur Vollendung bringen.

„Man kommt bei den Überlegungen an seine Grenzen, auf die ich auch keine Antworten geben kann“, gab er zu. Der Mensch, egal wie lange er gelebt habe, sei ein ganzer Mensch mit Beziehungen. Das gilt es zu vervollständigen.


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