01.12.2016, 19:12 Uhr

Trotz Streits um Einnahmen Star Wars: Papenburger Muckli-Kinos treffen Regelung mit Disney

Kleines Weihnachtsgeschenk für Star-Wars-Fans: Die Kinobreiber Muckli und der Mauskonzern-Disney haben für den neuen Star-Wars-Film eine Ausnahmeregelung getroffen. Foto: Dirk HellmersKleines Weihnachtsgeschenk für Star-Wars-Fans: Die Kinobreiber Muckli und der Mauskonzern-Disney haben für den neuen Star-Wars-Film eine Ausnahmeregelung getroffen. Foto: Dirk Hellmers

Papenburg. Friedenspakt für den Sternenkrieg: Der Star-Wars-Film „Rogue One“ wird ab dem 15. Dezember auch im Papenburger Kino laufen. Möglich macht das eine Ausnahmeregelung mit dem Filmstudio Disney.

Das hat Astrid Muckli, Geschäftsführerin der gleichnamigen Kinokette aus Aschendorf, auf Nachfrage erklärt. Disney gehören sowohl die Star-Wars-Rechte als auch die für Marvel-Comicfilme gehören.

Seit dem Deutschlandstart des Superhelden-Treffens „Avengers - Age of Ultron“ im April 2015 sind die Fronten zwischen etlichen Kinobetreibern und dem Mauskonzern verhärtet. Die Amerikaner hatten damals kurzfristig den eigenen Anteil an den Eintrittsgebühren von 47 auf 53 Prozent erhöht.

Der Vorverkauf für die neueste Star-Wars-Verfilmung läuft seit Anfang der Woche und gilt auch für die Muckli-Häuser in Meppen und Leer. Damit ereilt „Rogue One“ nicht das Schicksal wie die Neuverfilmung des „Dschungelbuch“, der Marvel-Superhelden-Prügelei „The First Avenger: Civil War“ oder den animierten Streifen „Zoomania“ und „Arlo und Spot“, die alle wegen des Streits im nördlichen und mittleren Emsland nicht zu sehen waren. Auch nach eineinhalb Jahren Boykott vieler Disney-Filme sei generell noch keine Einigung in Sicht, sagt Muckli.

Muckli entscheidet von Fall zu Fall

Was nicht ausschließt, dass es weitere Ausnahmen geben könnte. Jedenfalls wird wie bereits vor einem Jahr mit dem siebten Teil der Star-Wars-Reihe wird nun auch die Hintergrundgeschichte „Rogue One“ in Papenburg zu sehen sein . Beim neusten Streifen handelt es sich um eine Geschichte in dem Universum und nicht um eine offizielle Fortsetzung. Erzählt werden sollen die Hintergründe, wie die Rebellen an die Pläne des Todessterns gekommen sind, der dann im allerersten Film von 1977 eine zentrale Rolle spielte. Gut gelaufen ist hingegen der animierte Film „Findet Dori“. „Der lief bis vergangene Woche“, sagt Muckli.

Wie es mit den Disney Filmen im Jahr 2017 sei noch nicht abzusehen. Auf dem Programmplan stehen unter anderem die Realverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ (März), der fünfte Teil von „Pirates of the Caribbean“ (Mai), der dritte Teil mit den animierten Autos „Cars“ die Superhelden-Fortsetzungen „Guardians of the Galaxy“ (April), „Spider-Man“ (Juli) und „Thor“ (Oktober) sowie der achte Star-Wars-Teil. „Das wird von Fall zu Fall entschieden.“

X-Men-Film nicht betroffen

Der Wandkrabbler Spider-Man könnte als Koproduktion von Sony und den Marvel-Studions seine eigene Ausnahmeregelung schaffen. Ohnehin nicht betrotten ist der neue Film mit dem X-Men Wolverine „Logan“ im März, der von dem Studio Fox produziert wird.


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