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29.11.2016, 18:43 Uhr KOMMENTAR

Wichtig ist, das nicht vergessen wird

Kommentar von Christoph Assies

Die Stadt Papenburg erinnert mit der Benennung dieser Brücke an den Holocaust-Überlebenden Wilhelm Polak. Foto: Christoph AssiesDie Stadt Papenburg erinnert mit der Benennung dieser Brücke an den Holocaust-Überlebenden Wilhelm Polak. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Der Kulturausschuss des Papenburger Stadtrates hat sich für einen „Wilhelm-Polak-Platz“ in Papenburg ausgesprochen. Ein Kommentar.

Das einstimmige Votum des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur für einen „Wilhelm-Polak-Platz“ in Papenburg ist ein gutes Zeichen. Die Erinnerungskultur in der Stadt wird mit der Würdigung von Wilhelm Polak – einem Papenburger mit Leib und Seele – sehr gewinnen.

Die Stadt erinnert alljährlich durch mit größter Sorgfalt und Würde organisierte Gedenkveranstaltungen zur Reichspogromnacht an die dunklen Stunden der Stadtgeschichte. Mit dem „Wilhelm-Polak-Platz“ wird nun auch die Erinnerung an ein Opfer des NS-Regimes aus der Bürgerschaft würdig wachgehalten, das trotz allem wieder in seine Heimatstadt Papenburg zurückgekehrt ist.

Die Diskussion im Vorfeld, die teils öffentlich geführt wurde, hat der Sache aber nicht gutgetan. Besser ist es, diese Debatte ad acta zu legen. Ob Straße oder Platz – wichtig ist, dass nicht vergessen wird.


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