28.11.2016, 09:37 Uhr

Veranstaltung in Stadthalle 300 Tänzer bei Ballettgala in Papenburg


Papenburg. Mit einem choreographischen Feuerwerk wartete die 22. Ballettgala des TV Papenburg (TVP) in der Stadthalle auf.

Ausgewählte Tänze unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die durch anmutige und ausdrucksstarke Performances bestachen, flotte Wechsel und ein ebenso abwechslungsreiches wie temperamentvolles Bühnenprogramm begeisterten das Publikum.

„Wie in jedem Jahr sind wir wieder einmal ausverkauft“, freute sich TVP-Vorsitzender Bernd Brand, der in den Reihen der 300 Akteure erstmals zwei männliche Nachwuchstänzer begrüßte. Dass die Traditionsveranstaltung nicht nur bei den Ballerinen, sondern auch in breiten Teilen der Bevölkerung ein hohes Ansehen genieße, sei besonders auf die exzellente Arbeit von Petra Köhler zurückzuführen, erklärte Mirjam Rohde, die durch das zweieinhalbstündige Programm führte.

Petra Köhler, die nach ihrem Studium des klassischen Balletts Engagements in Berlin und Neustrelitz hatte und bis 1990 am Theater der Altmark in Stendal auf der Bühne stand, führt seit genau 25 Jahren die Ballett-Sparte des Papenburger Turnvereins.

Mit der Ballettgala will der TV Papenburg auf die Bandbreite seines vom klassischen Ballett über Jazz-, Show- und Stepptanz sowie Irish Dance bis hin zum karnevalistischen Gardetanz reichenden Angebotes aufmerksam machen. Die rund 300 Tänzer aller Altersgruppen zeigten der Öffentlichkeit, worauf sie mit Ausdauer und sportlichem Ehrgeiz ein Jahr lang hingearbeitet haben. Die Erwartungen seien vollends erfüllt worden, hieß es am Ende der Veranstaltung.

Im ersten Teil des Bühnenprogramms standen vorzugsweise die jüngsten Ballettkinder im Blickpunkt. Mit „Paulchen Panther“, „Leise rieselt der Schnee“ und Polka unterstrichen sie ihre Freude an der Bewegung und belegten durch erste technische Ballettelemente ein Gespür für Musikalität, Haltung und Körperbewusstsein.

Mit „Tanz der Zuckerfeen“ und „Bella´s Lullaby“ stellten dann die größeren Kinder eine schon recht gute Körperbewegung im Raum unter Beweis. Ein Sehgenuss waren die Auftritte der Gruppe Spirit oft he Kelts und ein Gardetanz. Die Gruppe Lifestyle brachte mit einer Auswahl an bayrischen Tänzen im Trachtenlook Stimmung in den Saal.

Im zweiten Teil der Gala präsentierten die Akteure „Die Schneekönigin“ nach dem Märchen von Hans-Christian Andersen. In einem Zusammenspiel mehrerer Altersgruppen setzten die fast 130 Mitwirkenden das Thema gut um. Mit allen darin vorkommenden Ballettpositionen wie Arabesque, Attitude und Retiré avancierte dieses Bühnenprogramm zum choreographischen Höhepunkt der Veranstaltung.

Diszipliniert verlaufene Wechsel, flotte Übergänge und eine Lichttechnik, die das Geschehen auf dem bewusst spartanisch gehaltenen Bühnenbild optimal inszenierte, hinterließen einen guten Eindruck. Für die gelungene Veranstaltung erntete Petra Köhler stehenden Applaus.


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