25.11.2016, 18:13 Uhr

Internationale Aktion Papenburg zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen


Papenburg. Die Stadt Papenburg, der Caritasverband sowie der Kriminalpräventionsverein Papenburg haben am Freitag Flagge gezeigt gegen Gewalt an Frauen. Damit beteiligten sie sich an dem internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen!“, der von der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes ausgerichtet wird.

Zum Gedenktag wurde vor dem Papenburger Rathaus die Flagge von Terre des Femmes gehisst, die ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben für Frauen fordert. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Papenburg, Regina Gerdes, sagte, dass der Tag dazu da sei, „ein Zeichen zum Umdenken in der Gesellschaft“ zu setzen. Denn rund 40 Prozent der Frauen in Deutschland hätten schon Gewalt im häuslichen Umfeld erlebt.

Für Thema sensibilisieren

Dazu zählen laut Gabriele Middendorf vom SKFM sowohl Schläge und erzwungene sexuelle Handlungen, aber auch Bedrohungen und Erniedrigungen jeglicher Form. „Wir wollen Menschen für dieses Thema stärker sensibilisieren“, so Middendorf. Dass das Thema eine große Rolle spiele, erfahre man immer wieder in Beratungsgesprächen. Auch Gerdes verwies darauf, dass das Thema Gewalt gegen Frauen ein gesamtgesellschaftliches sei, denn es ziehe sich durch alle Schichten. „Wie kann es sein, dass so etwas heutzutage noch immer existiert?“, empörte sich Gerdes. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) erinnerte daran, dass das Leben und die körperliche Unversehrtheit unveräußerliche Menschenrechte seien. Gewalt könne auch nicht mit kulturellen Hintergründen gerechtfertigt werden. „Wir müssen aufpassen, dass sich kein kultureller Relativismus durchsetzt“, so Bechtluft.


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