15.11.2016, 19:48 Uhr

Vielfältige Angebote Am Wochenende „Basar der schönen Dinge“ im Papenburger St. Lukas-Heim

Die Vorbereitungen für den Basar der schönen Dinge laufen auf Hochtouren. Stellvertretend für die vielen Beschäftigten der Caritas-Werkstätten und Bewohner des St. Lukas-Heim Papenburg zeigten einige Schüler und Pädagogen der Tagesbildungsstätte in Papenburg erste Erzeugnisse, die erworben werden können. Foto: Jürgen Eden/St.-Lukas-HeimDie Vorbereitungen für den Basar der schönen Dinge laufen auf Hochtouren. Stellvertretend für die vielen Beschäftigten der Caritas-Werkstätten und Bewohner des St. Lukas-Heim Papenburg zeigten einige Schüler und Pädagogen der Tagesbildungsstätte in Papenburg erste Erzeugnisse, die erworben werden können. Foto: Jürgen Eden/St.-Lukas-Heim

Papenburg. Hand- und Umhängetaschen, Kirschkernkissen, Advents- und Weihnachtsschmuck in vielen Facetten und auch Überzüge für Wärmflaschen: Rege Betriebsamkeit herrscht aktuell im Papenburger St. Lukas-Heim und in den Caritas-Werkstätten, damit alles rechtzeitig zum „Basar der schönen Dinge“ am kommenden Wochenende fertig wird.

„Die Besucher können viele schöne Dinge erwerben, die derzeit mit viel Liebe zum Detail unter Anleitung von Lehrern, Sozialpädagogen, Heilerziehungspflegern und Fachkräften zur Arbeits- und Berufsförderung gefertigt werden“, so Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer der beiden Einrichtungen. Nahezu alle Fachbereiche der Gesamteinrichtung beteiligen sich nach seinen Worten wieder an den Vorbereitungen. Es gibt Selbstgebasteltes und Selbstgemaltes, aber auch Selbstgebackenes. Der Hintergrund der Aktivitäten ist einleuchtend, denn die Arbeit ist nach laut Mäsker für Menschen mit und ohne Förderbedarf gleichermaßen ein wichtiger Bestandteil für die gesellschaftliche Integration.

Selbstbestimmtes Leben nach der Schule

Das betreffe in der Gesamteinrichtung einerseits die Beschäftigten in den Caritas-Werkstätten, die für ihre Arbeit Dank der Aufträge der hiesigen Wirtschaft auch eine überdurchschnittlich gute Entlohnung für ihre Arbeit erhalten würden. Doch auch die Tagesbildungsstätte St. Lukas an der Kleiststraße sei involviert. Denn die pädagogische Vorbereitung für ein möglichst selbstbestimmtes Leben nach der Schule beginne bereits dort in den Schülerwerkstätten „Nähen“, „Werken“ und „Catering“. Dort werden Jugendliche mit Förderbedarf, beispielsweise bei der Entwicklung einer Arbeitshaltung unterstützt und erlernen in praktischen Unterrichtseinheiten wiederkehrende Handlungsschritte selbstständig durchzuführen. Diese Kompetenzen seien Mäsker zufolge später in den Werkstätten erforderlich, wo die Beschäftigten während ihres Berufslebens für bestimmte Produktionsschritte eingesetzt werden.

Ein Basar mit einer langen Geschichte

Der „Basar der schönen Dinge“ hat im St. Lukas-Heim eine lange Tradition und geht auf die Anfänge in den 1960er Jahren zurück. Zwei Jahre nach der Einweihung im Jahr 1967 wurden Eltern von der damaligen Leiterin Schwester Ignatia zu einer Weihnachtsausstellung eingeladen. Dabei wollte man demonstrieren, was die Bewohner, später auch die Schüler und Beschäftigten mit entsprechender Förderung zu leisten vermochten. „Es sollte gezeigt werden, dass sie trotz ihrer Handicaps mit entsprechender Förderung was können“, so die stellvertretende Leiterin der Tagesbildungsstätte Jutta Jongebloed-Frische. Bereits in den 1970er Jahren wurde daraus ein zweitägiger Basar, der über der Einrichtung hinaus eine Würdigung fand. Inzwischen liegt der Fokus am Samstag auf dem Verkauf der selbst gefertigten Artikel. Der Sonntag hingegen gilt als Tag der Begegnung und des Austausches. Der „Basar der schönen Dinge“ öffnet am Samstag, 19. November, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag, 20. November, von 14 bis 17 Uhr in der Tagesbildungsstätte an der Kleiststraße 87.


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