30.09.2016, 08:02 Uhr

Praxis in MVZ eingegliedert Papenburger Frauenarzt Itzek-Westhus geht in Pension

Für die gute Zusammenarbeit dankte (vorne, von rechts) MVZ-Praxismanagerin Elisabeth Bröring Dr. Hans-Jürgen Itzek-Westhus und seiner Frau Annette Westhus. Gute Wünsche für die Zukunft sprachen auch (hinten, von links) Dr. Paul Ohlmann, Dr. Irmtraut Wester-Bromisch, Ali Basel, Brigitte Cordes und Manfred Möheken aus. Foto: Nina BrinkmannFür die gute Zusammenarbeit dankte (vorne, von rechts) MVZ-Praxismanagerin Elisabeth Bröring Dr. Hans-Jürgen Itzek-Westhus und seiner Frau Annette Westhus. Gute Wünsche für die Zukunft sprachen auch (hinten, von links) Dr. Paul Ohlmann, Dr. Irmtraut Wester-Bromisch, Ali Basel, Brigitte Cordes und Manfred Möheken aus. Foto: Nina Brinkmann

Papenburg. Der Papenburger Frauenarzt Dr. Hans-Jürgen Itzek-Westhus geht zum 1. Oktober in Pension. Seine Nachfolge ist durch die Eingliederung seiner Praxis in das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Marien-Hospitals Papenburg-Aschendorf gesichert.

Nach 24 Jahren als praktizierender Arzt in Papenburg freut sich Itzek-Westhus nun auf eines besonders: „Die freie Zeit. Davon hatten meine Frau und ich in den vergangenen Jahren nämlich nicht viel.“ Seine nun ehemaligen Patientinnen werden aber nicht ohne Arzt dastehen. Bereits zum 1. Juli wurde seine Praxis in das MVZ eingegliedert. Seitdem arbeitete er noch selbst vor Ort als angestellter Arzt des MVZ. Ab dem 1. Oktober übernehmen dann die Frauenärzte Brigitte Cordes am Vormittag und Ali Basel am Nachmittag die Betreuung der Patientinnen. Ab Januar wird Dr. Paul Ohlmann die Nachmittagstermine betreuen.

Arbeit auf mehrere Schultern verteilen

„Wir verteilen die Arbeit von Dr. Itzek-Westhus auf mehrere Schultern“, sagte Manfred Möheken, stellvertretender Geschäftsführer der St.-Bonifatius-Hospitalgesellschaft, zu der auch das Marien-Hospital gehört. Neben den drei genannten Ärzten, seien auch Dr. Irmtraut Wester-Bromisch, Dr. Rita Kronlage und Dr. Alice Rachidi im Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe tätig.

„Wir begleiten unsere Patientinnen hier von A bis Z. Von der Vorsorge bis hin zur Entbindung ist alles an einem Standort“, freute sich Wester-Bromisch. Dadurch könne das MVZ in diesem Bereich mehr Schwerpunkte setzen. „Herr Basel ist zum Beispiel Spezialist für Ultraschall-Untersuchungen“, sagte Ohlmann. Er selbst habe sich auf gynäkologische Onkologie spezialisiert. Die Möglichkeit so viele Schwerpunkte setzen zu können, sei ein Vorteil gegenüber anderen Praxen, aber auch für die Patientinnen. „Wir können dadurch schnell auf Spezialisten zugreifen, falls diese benötigt werden“, betonte Wester Bromisch.

Mediziner mit Leib und Seele

Die Zusammenarbeit zwischen der Praxis von Itzek-Westhus und dem MVZ hat allen Beteiligten zufolge von Anfang an gut funktioniert. „Es war eine sehr gute Verbindung. Dr. Itzek-Westhus war immer kooperativ“, so Manfred Möheken. Der Mediziner selbst sagte bei seiner Verabschiedung: „Ich gebe meine Patientinnen und meine Angestellten guten Gewissens in die Hände des MVZ.“ Alle fünf Angestellten wurden vom MVZ übernommen. Möheken lobte Itzek-Westhus als einen „Mediziner mit Leib und Seele“, dessen Tage häufig um 5 Uhr morgens anfingen und bis abends um 22 Uhr gingen. „Wir freuen uns, eine so große Praxis nun eingegliedert zu haben“, sagte Möheken.

Manche seiner Patientinnen kannte Itzek-Westhus schon bevor sie auf der Welt waren. „Einige habe ich schon auf dem Ultraschallbild gesehen. Und auf einmal kamen sie selbst in meine Praxis und wollten einen Mutterpass haben“, erzählte er.

Wehmut empfindet der zukünftige Pensionär nicht: „Die Freude überwiegt.“ Seine Frau Annette Westhus, die in der Praxis als Arzthelferin gearbeitet hat und ebenfalls mit ihrem Mann in Pension gehen wird, fügte aber lächelnd hinzu: „Bislang war ich zu Hause der Chef und er in der Praxis. Ich bin gespannt, wie es jetzt wird.“


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