25.01.2016, 19:22 Uhr

Kosten auf Dauer nicht zu tragen SV Herbrum kämpft weiter um seine Halle

Im neuen Vorstand vom SV Herbum sind Hermann Terhorst, Heinrich Kocks, Inga Hermes, Anne Larysz, Tanja Telgen, Jürgen Dunker, Jans Kampling und Hermann Behrens.Foto: Dirk HellmersIm neuen Vorstand vom SV Herbum sind Hermann Terhorst, Heinrich Kocks, Inga Hermes, Anne Larysz, Tanja Telgen, Jürgen Dunker, Jans Kampling und Hermann Behrens.Foto: Dirk Hellmers

dhe Papenburg. Der Kampf um eine Instandsetzung der Turnhalle bleibt das vorherrschende Thema beim SV Herbrum. Auf der Generalversammlung erklärte Vorsitzender Hermann Terhorst, dass das Thema im Wahlkampf-Jahr 2016 intensiver angegangen werden soll – zumal es schwer sei, in andere Hallen auszuweichen.

„In diesem Jahr ist nicht so wahnsinnig viel passiert“, erklärte Terhorst den aktuellen Stand zur Mehrzweckhalle. Die Stadt Papenburg hatte nach der Sperrung des Gebäudes für den Sport im Jahr 2013 angeboten, dass der Verein die Halle sowie die Kosten für den laufenden Betrieb und die Instandsetzung übernehmen könne. Die Kommune würde im Gegenzug 500000 Euro bereitstellen. „Wir haben uns mehrfach mit Bauunternehmen zusammengesetzt“, erklärte Terhorst die grundlegende Bereitschaft.

Knackpunkt sei aber, dass der 450 Mitglieder große Verein die Kosten dauerhaft nicht tragen könne. „Das ist Wahnsinn“, so der Vereinschef. Allein die Kosten für die Unterhaltung würden einen großen Teil der Einnahmen beanspruchen. Einnahmen durch die Vermietung an Dritte seien hingegen nur sehr schwer verlässlich zu planen.

Mehrzweckhalle würde 830000 Euro kosten

Wenn die Halle wieder hergerichtet werden sollte, müsse es eine Mehrzweckhalle sein. Das würde nach Angaben von Terhorst rund 830000 Euro kosten. „Aber das ist Theorie, solange uns die Stadt nicht entgegenkommt.“ Weiter sprach das Terhorst von einem „schädlichen Umgang mit Ehrenamtlichen.“ Bis zur Kommunalwahl im September solle das Thema wieder in die Öffentlichkeit gerückt werden. Mitglieder sprachen sich für eine Demo aus.

Lauftag hat sich etabliert

Abseits des Dauerthemas Mehrzweckhalle fiel die Bilanz des Vorstands positiv aus. Frauenwartin Inga Hermes war mit den unterschiedlichen Gymnastikgruppen zufrieden. Jugendobmann Jens Kampling berichtete, dass in den Spielgemeinschaften mit Lehe und Neulehe 40 Herbrumer Kinder im Spielbetrieb seien. Sportwart Andreas Ganseforth freute sich, dass sich der Herbrumer Lauftag etabliere. Vergangenes Jahr hatten 60 Sportler teilgenommen. Am 3. April ist bereits die fünfte Auflage geplant, da soll die vom Verein eigens angeschaffte Zeitmessanlage erstmals genutzt werden.

Wechsel im Vorstand

Bei den Wahlen gab Ganseforth seinen Posten an Jürgen Dunker ab. Fußball-Obmann Frank Bollmann erklärte, dass er sich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse keine Sorgen um den Ligaverbleib mache. Hingegen stünden die Alten Herren aus personellen Gründen auf „wackligen Beinen.“ Zu Bollmanns Nachfolger wurde Michael Hanneken gewählt.

Abgesehen von den beiden Wechseln wurden die weiteren Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Neben Terhost und den weiteren Abteilungsleitern bleiben somit Hermann Behrens und Heinrich Kocks als stellvertretende Vorsitzende sowie Tanja Telgen als Schriftführerin und Anne Larysz als Kassenwartin dem Gremium erhalten.


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