31.10.2014, 17:54 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Juniorakademie in Papenburg Physik, Kunst und Musik auch in den Ferien


Papenburg. Zum siebten Mal fand jetzt die Juniorakademie der Nordmetall-Stiftung in Papenburg statt. Mit Themen, die in der Schule zu kurz kommen, will die Stiftung die Begabung der jungen Teilnehmer aus den Klassenstufen acht bis zehn fördern.

Zwei Wochen Herbstferien ohne Unterricht und Hausaufgaben – das kam für die 82 Teilnehmer der Juniorakademie in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg nicht infrage. Stattdessen nahmen die Jugendlichen aus dem Weser-Ems-Gebiet eine Woche lang an den außerschulischen Kursen teil, um zu forschen, zu lernen und gemeinsam zu diskutieren.

Jeder der Schüler konnte sich dabei ein Themengebiet aussuchen, an dem er besonders interessiert ist. Zur Auswahl standen Physik, Ökologie, Robotik, Politik, Philosophie, Kunst und Komposition. Unter der Überschrift „Veränderte Landschaften – Neue Horizonte“ konnten sie sich in den Kursen sieben Tage lang ihren Interessen und Fähigkeiten widmen. „Wir wollen damit einen Anstoß geben, dass die Jugendlichen auch außerhalb der Schule Angebote wahrnehmen, die ihnen Spaß machen“, erklärte Dr. Thomas Südbeck, Leiter der Nordmetall-Juniorakademie in Papenburg.

Um daran teilnehmen zu können, mussten die Schüler ein Bewerbungsschreiben sowie eine Empfehlung eines Lehrers einreichen. Die Leiter der einzelnen Kurse entschieden dann über die Platzvergabe. „In diesem Jahr gab es doppelt so viele Bewerbungen wie Plätze“, berichtet der Akademieleiter. Diese Resonanz spreche dafür, dass die Juniorakademie in den Herbstferien gut angenommen werde.

Was die Acht- bis Zehntklässler in den vergangenen Tagen gelernt und experimentiert haben, zeigten sie den anderen Gruppen sowie Gästen schließlich am Donnerstag in ihren Präsentationen. Dabei führte der Politikkurs beispielsweise ein Theaterstück zum Thema „25 Jahre Mauerfall“ auf und zeigte den anderen, wie die Zustände in der DDR und BRD vor dem Mauerfall waren und was sich im Jahr 1989 geändert hat.

Im Anschluss schauten sich die Schüler in kleinen Gruppen die Ergebnisse der anderen Kurse an. Die Teilnehmer des Robotik-Kurses erklärten etwa, wie sie mithilfe eines 3-D-Druckers und CAD-Software dreidimensionale Modelle entwickelt und hergestellt haben. Das Modellauto, was auf diese Weise entstanden ist, kam dabei auch zum Einsatz. Daneben konnten sich die Jugendlichen anschauen, wie der 3-D-Drucker arbeitet.

Im Rahmen der Präsentationen lobte Akademieleiter Südbeck die Acht- bis Zehntklässler noch einmal: „Es ist toll, mit welchem Engagement ihr hier dabei seid.“ Daran könne jeder sehen, dass Lernen auch Spaß machen kann. Karen Mull von der niedersächsischen Landesschulbehörde hob zudem die besondere Bedeutung der Juniorakademie hervor. Es sei eine gute Möglichkeit, bei den Heranwachsenden die Kreativität zu fördern. „Für junge Menschen ist es wichtig, einen möglichst weitreichenden Blick zu haben“, sagte auch der Erste Kreisrat des Landkreises Emsland, Martin Gerenkamp.

Und schließlich bestätigte auch der 15-jährige Ole Bodenstein stellvertretend für alle Teilnehmer, wie viel Spaß die Juniorakademie gemacht hat. „Hier konnten wir kreativ und frei sein. Ich glaube, es bereut keiner von uns, die Ferienzeit für die Juniorakademie investiert zu haben“, sagte Bodenstein zum Abschluss.


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