21.04.2017, 16:05 Uhr

Ruderfest als Abschluss Carolinger im Ruder-Trainingslager am Kanal in Osnabrück


Osnabrück. Nachmittags am Ruderhaus des Gymnasiums Carolium (Caro) an der Glückaufstraße: Es sind Ferien, dennoch herrscht hier viel Betrieb. Denn die Ruderer des Caros nutzen die letzte Ferienwoche für ein sechstägiges Trainingslager mit ausgiebigen Trainingsfahrten auf dem Stichkanal.

Junge Menschen, meist in Sportklamotten laufen scheinbar mit Plan für Außenstehende jedoch wild durch einander vor dem Ruderhaus hin und her. Erwachsene, sprich Eltern, schauen sich das Ganze mit gebührendem Abstand an. Auf dem Wasser vor dem Ruderhaus ist ein Kommen und Gehen: Ruderboote laufen ein, andere Teams machen sich startklar und fahren Richtung Kanal raus. Mitten drin: Peter Tholl. Er ist der Leiter der Ruder-AG des Gymnasiums Carolium und hat den Überblick: Am 36. Trainingslager der Ruderriege des Caros nehmen rund 120 Schüler der Klassen fünf bis zwölf teil. Außerdem hat Tholl den Zeitplan des Trainingslagers in der Hand, das am Dienstag startete: Bis Samstag stehen dort von morgens 9.30 bis abends 18 Uhr insgesamt mehr als 100 Trainingseinheiten für die Ruderer drauf. Den Plan haben die Schüler ebenfalls erhalten. Darauf wünscht Tholl ganz unten: „Viele Späße!“

Es muss Spaß machen

„Die Schüler würden ja nicht in den Ferien kommen, wenn es kein Spaß machen würde“, so Tholl dazu, bevor er sein „super Trainerteam“ lobte, das helfe, den Trainingsplan umzusetzen. Auf dem Programm stehe hauptsächlich Technik, aber natürlich gäbe es auch Zeitfahrten, berichtete Tholl. „Man muss ein Ziel haben, und die Ziele müssen immer auch realistisch sein“, sagte der Lehrer, dem ebenfalls wichtig war: „Beim Rudern vermitteln wir auch, dass man verlieren können muss. Das gehört beim Sport dazu.“

Ziel: Bundessieger

Ihr Ziel klar vor Augen haben auf alle Fälle die beiden Siebtklässler Moritz und Johannes: Mit dem Boot „Windel“ möchte ihr Team in diesem Jahr eine neue Bestzeit fahren und Bundessieger werden. Tholls Kommentar dazu: „Die sollen erst mal Niedersachsenmeister werden.“ Derzeit ist das Team von Moritz und Johannes noch 15 Sekunden von seiner „Traumbestzeit“ entfernt. Wie schnell das ist, wollten die beiden jedoch nicht verraten – man will der Konkurrenz ja nicht zu viele Informationen geben. Was die beiden jedoch gerne erzählten, warum sie rudern: „Der Teamgeist, außerdem macht das Regattenfahren viel Spaß“, so Moritz, und Johannes ergänzte: „Die Stimmung bei uns ist immer gut.“

 

Niedersachsenmeisterschaften im Juni

Niedersachsenmeister werden, das möchten auch Celina (12), Emma (12), Esther (12) und Jette (12) im Juni. Als die Ruderinnen ihre Siegchancen einschätzen sollen, antworten sie diplomatisch: „Herr Tholl sagt, sie sind gut.“

 

Technik verbessern

Noch keine Meisterschaften haben Niclas (11) und Tom (11) im Kopf. Die beiden rudern seit einem Jahr und finden: „Das macht Spaß und ist anstrengend.“ Ihr Ziel des Ostertrainingslagers war auch klar: „Die Technik verbessern.“ Wie gut die schon klappt, werden die beiden beim großen Ruderfest am Sonntag, 30. April, zeigen:

 

Raus aufs Wasser

Bis zum Ende des Trainingslagers am Sonntag hat auch Reemt (17) noch einige Trainingseinheiten vor sich. Allerdings sitzt er dabei nicht im Ruderboot, sondern im Motorboot. „Ich habe extra einen Führerschein dafür gemacht, weil ich mittlerweise mehr als Trainer unterwegs bin“, sagt er. Sein Job: „Möglichst dicht mit dem Boot an die Ruderer ran zu kommen, dran zu bleiben und Korrekturen vorzunehmen.“ Tipps erhielten auch Niclas und Tom. Diesmal sogar direkt von Tholl. Für die Frage, ob das eine besondere Ehre oder besonders anstrengend sei, reichte die Zeit zwar nicht mehr. Schließlich musste ein Trainingsplan eingehalten werden. Doch Tholl ließ die beiden extra eine Runde auf der Uferseite des Kanals rudern, auf der ein Freund den beiden zum Zuschauen stand.


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