19.04.2017, 14:57 Uhr

Abwechslung im Arbeitsalltag Osna-Technik will die Krone beim Maibaum-Wettbewerb


Osnabrück. Normalerweise fertigen die Mitarbeiter von Osna-Technik im Osnabrücker Fledder Lampen oder andere Elektro-Geräte an. Neun Frauen und Männer beschäftigen sich aber zurzeit mit etwas anderem: Sie kümmern sich um einen Maibaum. Mit ihm bewerben sie sich beim Maibaum-Wettbewerb der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Geduldig zieht Indra Kameier in einer Werkstatt des Betriebs Osna-Technik im Fledder einen bunten Plastikstreifen nach dem anderen um einen Kranz mit etwa einem Meter Durchmesser. Seit gut einer Woche arbeiten sie und acht Kollegen an dem Maibaum. Pünktlich zum 1. Mai soll das gute Stück fertig und an der Gesmolder Straße aufgestellt sein.

Dort finden etwa 100 Menschen Arbeit. Osna-Technik ist eine Einrichtung der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. „Unser Ziel ist es, psychisch erkrankte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen“, erklärt der hauptamtliche Mitarbeiter Hans-Gerd Schmidt. Produktionsschwerpunkte sind laut Selbstdarstellung auf der Internetseite von Osna-Technik aufgrund der Nähe zur Automobil-Industrie die Kfz- und Verdeck-Teilemontage sowie Elektroarbeiten, Gravier, Mailing und Verpackungsarbeiten.

Moment sind diese Arbeiten für das Maibaum-Team jedoch nebensächlich. Das Maibaum-Projekt macht ihm sichtlich Spaß. Die Gruppe freut sich über die Abwechslung im Arbeitsalltag, das Miteinander und den Umgang mit verschiedenen Materialien. Wenn der Baum fertig ist, sollen nicht nur zwei Kränze daran hängen. Auch Embleme und Wappen, die Osnabrück symbolisieren sollen, schmücken dann den Baum. Mit dabei sind unter anderem eine Friedenstaube, das VfL-Emblem und das Osnabrücker Rad. Die Identifikation mit der Hasestadt ist gewollt, sagt das Team.

Es ist aber nicht nur die abwechslungsreiche Arbeit, die das Team Osna-Technik antreibt. Die neun Maibaum-Bauer wollen ins Alando. Dort findet am 24. Mai die große Maibaum-Party mit der Siegerehrung statt. „Dann wird geschwoft, was das Zeug hält“, freut sich die hauptamtliche Mitarbeiterin Petra Vallo. „Wir werden zwar nicht Erster...“, beginnt Hans-Gerd Schmidt den Satz und wird dann von FSJlerin Joelene Plettau ausgebremst: „Etwas mehr Optimismus bitte!“ Wie für die meisten der bislang 73 Konkurrenten aus Stadt und Landkreis Osnabrück gilt aber auch für das Team Osna-Technik: Dabeisein ist alles.


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