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19.04.2017, 17:56 Uhr KOMMENTAR

AfD-Wahlkampfauftakt nur noch ein Fall für die Polizei

Kommentar von Franz-Josef Raders

Während der AfD-Kundgebung am Dienstag in Osnabrück hat ein Besucher des Osnabrücker Wahlkampfauftaktes einen strafbaren Hitlergruß gezeigt. Hermann PentermannWährend der AfD-Kundgebung am Dienstag in Osnabrück hat ein Besucher des Osnabrücker Wahlkampfauftaktes einen strafbaren Hitlergruß gezeigt. Hermann Pentermann

Osnabrück. Die AfD und ihre kruden Inhalte lassen sich nicht wegdemonstrieren oder mit Pfeifen niedertrillern. Auf diesen Protest verzichten darf die große Mehrheit der Andersdenkenden aber dennoch nicht. Ein Kommentar.

Noch wirkungsvoller als derart eindrucksvolle Reaktionen wie am Dienstag in Osnabrück sind aber hoffentlich die parteiinternen Querelen, mit denen die Alternative für Deutschland konsequent auf Bundes- und Landesebene sich selbst den Nährboden entzieht. Und auch an der sogenannten Basis mit knapp hundert Mitgliedern in Stadt und Landkreis Osnabrück bemüht sich die fremdenfeindliche Partei um eine effektive Selbstzerfleischung.

Flügelkämpfe und feindselige Attacken

Flügelkämpfe und feindselige Attacken sind unter den Rechtspopulisten auf der Tagesordnung. In den Stadt- und Gemeinderäten der Osnabrücker Region ist die Partei bei der Kommunalwahl in September vergangenes Jahres zum Glück nicht wirklich angekommen.

Mit einer kümmerlichen Resonanz

Auch die Kundgebung mit Beatrix von Storch und Armin Paul Hampel am Dienstag hatte eine kümmerliche Resonanz – selbst wenn wegen der vielen Demonstranten nicht alle Sympathisanten zum Marktplatz kommen konnten oder wollten. Und ab jetzt ist der Osnabrücker Wahlkampfauftakt der AfD mit dem strafbaren Hitlergruß aus den Besucherreihen nur noch ein Fall für die Polizei.


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