19.04.2017, 18:12 Uhr

Feinstaubbelastung Wie die Osterfeuer in Osnabrück die Luft beeinflussen

Die zahlreichen Osterfeuer in Osnabrück haben die Feinstaubwerte in der Stadt am Sonntag und Montag in die Höhe schnellen lassen. Archivfoto: Stefanie PreuinDie zahlreichen Osterfeuer in Osnabrück haben die Feinstaubwerte in der Stadt am Sonntag und Montag in die Höhe schnellen lassen. Archivfoto: Stefanie Preuin

Osnabrück. Die zahlreichen Osterfeuer in Osnabrück haben die Feinstaubwerte in der Stadt am Sonntag und Montag ansteigen lassen. Der Regen verfehlte aber nicht seine Wirkung.

Am Sonntagmittag maß die Verkehrsstation am Schlosswall geringe sieben Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³), die Station in der Bomblatstraße gar nur fünf Mikrogramm. Bis Mitternacht stiegen die Werte auf 15 Mikrogramm am Wall und zwölf an der Station in Schölerberg an.

Ihre gänzliche Wirkung entfalteten die Osterfeuer erst am Ostermontag. Um 12 Uhr maßen die Stationen die Höchstwerte des Osterwochenendes: 46 Mikrogramm am Schlosswall, 43 in der Bomblatstraße. Erst am Dienstagmorgen sanken die Werte wieder unter zehn µg/m³.

Regen verringert Belastung

An 35 Tagen im Jahr erlaubt die EU eine Überschreitung von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In den ersten drei Monaten des Jahres war das in Osnabrück bislang zehnmal der Fall – nicht aber an den Feiertagen. Von einer Explosion der Feinstaubwerte wegen der Osterfeuer im Vergleich zu anderen Tagen kann keine Rede sein. Auch dann liegen sie tagsüber in der Regel zwischen 30 und 40 Mikrogramm. Grund dürfte der viele Regen gewesen sein – dem Deutschen Wetterdienst zufolge einer der wichtigsten meteorologischen Einflussgrößen auf die Feinstaubbelastung.

Der Mittelwert der ersten drei Monate des Jahres lag bei 29 Mikrogramm, der bis Ende März höchste gemessen Wert betrug 40 Mikrogramm. Das ist zugleich der erlaubte Jahresmittelhöchstwert.

Deutlich mehr an Silvester

An Silvester hatten die Werte deutlich über denen an Ostern gelegen. Die Station am Schlosswall maß am 1. Januar bis zu 67 Mikrogramm – also deutlich mehr als die 46 Mikrogramm an Ostern.

Die Belastung der Luft mit Feinstaub erhöht die Risiken eines Schlaganfalls, von Herzkrankheiten, Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen wie Asthma. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sterben jedes Jahr weltweit drei Millionen Menschen an der Folgen der Feinstaubbelastung.


4 Kommentare