18.04.2017, 17:25 Uhr

Thema Bildung Außenminister Gabriel eröffnet Deutschen Stiftungstag 2017 in Osnabrück

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hält 2017 sein wichtigstes Treffen in Osnabrück ab. Foto: Bundesverband Deutscher Stiftungen/Axel KirchhofDer Bundesverband Deutscher Stiftungen hält 2017 sein wichtigstes Treffen in Osnabrück ab. Foto: Bundesverband Deutscher Stiftungen/Axel Kirchhof

Osnabrück. Vom 17. bis 19. Mai findet in Osnabrück der Deutsche Stiftungstag 2017 statt. Zum größten Stiftungskongress Europas werden über 1000 Teilnehmer erwartet. Auch Prominente aus Politik und Wirtschaft haben ihr Kommen zugesagt.

Eröffnet wird der Deutsche Stiftungstag 2017 in der Osnabrück-Halle von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD). Darüber hinaus stehen Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sowie der Wirtschaftsweise Peter Bofinger auf der Gästeliste, wie der Bundesverband Deutscher Stiftungen als Ausrichter am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Industriellen-Erbin Gabriele Quandt und ihr Ex-Mann, der Verleger Florian Langenscheidt, werden beim wichtigsten Treffen der deutschen Stiftungsszene mit dem Deutschen Stifterpreis 2017 ausgezeichnet. Beide hatten 1994 die Initiative „Children for a better World“ ins Leben gerufen, die ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen fördert.

Lesen Sie unsere Serie über Stiftungen in Osnabrück auf noz.de/kultur-regional

Oberthema des Deutschen Stiftungstages 2017 ist „Bildung“. Rund 100 Einzelveranstaltungen stehen auf dem Programm. Diskutiert wird auch über zentrale Herausforderungen und Fragen der Zivilgesellschaft: Welche Auswirkungen haben wachsender Nationalismus und Populismus in Europa auf das Zusammenleben der Menschen? Wie können Stiftungen mit der anhaltenden Niedrigzins-Phase umgehen? Ferner soll es in verschiedenen Runden um Themen wie Migration, Fake News (Falschnachrichten) und Digitalisierung gehen.

100 Milliarden Euro an Vermögen

Wie die Veranstalter betonen, findet der Deutsche Stiftungstag 2017 in einem der stiftungsreichsten Bundesländer statt. 2016 habe es 54 neue Stiftungen in Niedersachsen gegeben. Insgesamt seien hier jetzt 2265 rechtsfähige Stiftungen verzeichnet. Die Wachstumsrate von 2,6 Prozent liege über dem Bundesdurchschnitt (2,4), auf 100.000 Einwohner kämen 27 Stiftungen. Die höchste Dichte weise Oldenburg mit umgerechnet 80 Stiftungen pro 100.000 Einwohner auf. In Osnabrück sind es 49 Stiftungen pro 100.000 Einwohner.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat nach eigenen Angaben mehr als 4100 Mitglieder. Rechnet man die über Stiftungsverwaltungen verbundenen Mitglieder ein, sind es ungefähr 8000. Als Dachorganisation vertritt der Verband die Interessen der mehr als 21.000 Stiftungen in Deutschland und repräsentiert drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.


0 Kommentare