19.04.2017, 06:48 Uhr

Vögel in Dodesheide Osnabrückerin findet Amselnest in Fahrradkorb

Melanie Braun aus Osnabrück-Dodesheide hat nicht schlecht gestaunt, als sie in ihrem Fahrradkorb ein Amselnest gefunden hat. Derzeit warten darin zwei hungrige Jungvögel auf Essensnachschub. Foto: Melanie BraunMelanie Braun aus Osnabrück-Dodesheide hat nicht schlecht gestaunt, als sie in ihrem Fahrradkorb ein Amselnest gefunden hat. Derzeit warten darin zwei hungrige Jungvögel auf Essensnachschub. Foto: Melanie Braun

Osnabrück. Melanie Braun aus Osnabrück-Dodesheide hat nicht schlecht gestaunt, als sie in ihrem Fahrradkorb ein Amselnest gefunden hat. Derzeit warten darin zwei hungrige Jungvögel auf Essensnachschub.

Als die 37-jährige vor einiger Zeit von der Arbeit gekommen ist und ihr Fahrrad unter den Carport geschoben hat, habe es laut geraschelt. „Ich habe mich ziemlich erschrocken“, berichtet Braun im Gespräch mit unserer Redaktion.

Am nächsten Tag fand sie ein Amselnest sowie ein Ei in dem Korb eines Hollandrads. „Am zweiten Tag waren es dann zwei Eier und am dritten drei.“ Braun ließ die Vögel komplett in Ruhe.

Zwei Amseln geschlüpft

Mittlerweile sind aus zwei der Eier kleine Amseln geschlüpft. Ein Ei wurde nicht bebrütet. „Die beiden Küken wachsen und gedeihen“, sagt Braun. Die kleinen Vögel haben mittlerweise schon Federn. „Die Eltern kommen ab und an zum Füttern vorbei.“

Die Amseln bebrüten ihre Eier etwa 15 Tage lang, erklärt der Osnabrücker Biologe Axel Degen. Nach weiteren 12 bis 15 Tagen nach dem Schlüpfen fliegen die Jungvögel bereits aus dem Nest, werden aber noch von ihren Eltern gefüttert. „Nach 35 Tagen sind sie dann komplett selbstständig“, so Degen.

Dass die Tiere in der Nähe von Menschen brüten sei nicht ungewöhnlich. „Es kommt auch vor, dass sie in Blumentöpfen ein Nest bauen.“ Ursprünglich waren Amseln, die zur Familie der Drosseln gehören, im Wald zu finden, vor geraumer Zeit sind sie aber auch in die Städte eingewandert, erklärt Degen. „Mittlerweile sind sie auch auf den Hausdächern in der Fußgängerzone zu finden.“


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