17.04.2017, 14:26 Uhr

Historische Fahrzeuge am Piesberg Mehr als 200 Oldtimer kommen zum Saisonstart nach Osnabrück


Osnabrück. Am Ostermontag ist die Oldtimer-IG Osnabrück mit einem großen Treffen am Museum Industriekultur in die Sommersaison gestartet.

Strahlende Sonne, schimmernder Lack, blitzendes Chrom – am Ostermontag hatte die Oldtimer-Interessengemeinschaft (IG) Osnabrück wieder zum offiziellen Saisonauftakt der Oldtimer-Freunde zum Museum Industriekultur geladen. Und viele Besitzer historischer Fahrzeuge waren mit ihren Old- und Youngtimern zum Piesberg gekommen. Bereits um 11 Uhr war der Parkplatz am Magazingebäude mit über 200 Fahrzeugen gut gefüllt.

„Wir hatten ein wenig Sorge, ob viele Autos kommen würden“, berichtete Jens Riesberg, Erster Vorsitzender der IG. Immerhin habe die Wettervorhersage in den letzten Tagen nicht viel Gutes versprochen. Das Wetter hatte jedoch ein Einsehen, und so konnte der liebevoll gepflegte Lack der unterschiedlichen Wagen um die Wette strahlen. Unter ihnen waren wieder einmal viele Besonderheiten. „Das älteste Auto ist wohl der weiße Adler, Baujahr 1939“, stellte Riesberg eines der Highlights vor. Dieser Oldtimer ist regelmäßig bei den Treffen der Oldtimer-Freude mit dabei. Nicht schlecht für ein Auto, das bereits 78 Jahre über die Straßen rollt und „auch heute noch regelmäßig bewegt wird“, wie Riesberg mitteilen konnte.

Aber auch andere Klassiker aus der Schmiede von Rolls Royce oder ein schnittiger De Tomaso „Pantera“ bekamen viel Aufmerksamkeit der gut 700 Besucher. Oldtimer erfreuen sich derzeit wieder steigender Beliebtheit: Einigen gelten sie als gute Geldanlage, viele lieben das Hobby aber auch einfach der alten Fahrzeuge wegen. Dazu trägt auch bei, dass viele Autos, die die etwas Älteren noch aus dem Alltag kennen, mittlerweile zu den historischen Fahrzeugen gehören. Ein BMW E30 325i Cabrio beispielsweise blickt mit seinem Baujahr 1987 auf immerhin 30 Jahre zurück. Als sogenannter Youngtimer gehört er genauso zu den historischen Fahrzeugen wie ein über 60 Jahre alter Citroën „Traction Avant“.

Aus dem Ruhrgebiet und von der Nordsee

Das Treffen am Industriemuseum hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einem festen Termin nicht nur der Osnabrücker Oldtimer-Szene entwickelt. Regelmäßig kommen Old- und Youngtimer-Besitzer aus dem Ruhrgebiet oder von der Nordsee bis nach Osnabrück, um sich hier mit Gleichgesinnten auszutauschen und ihre fahrbaren Schätze zu präsentieren. So waren auch dieses Mal wieder Kennzeichen aus Bottrop, Vechta oder Geldern zu sehen. Die meisten Fahrzeuge kamen jedoch aus der Region Osnabrück oder aus den direkten Nachbargemeinden. „Wir haben uns zu einem Treffpunkt für alle Oldtimerfreunde entwickelt“, meint Riesberg.

Deswegen soll die IG in Zukunft auch ein vollwertiger Verein werden und weiter wachsen. Auch in diesem Jahr wollen sich die Oldtimer-Freunde jeden ersten Sonntag im Monat am Museum Industriekultur treffen. Gäste und Zuschauer sind immer herzlich willkommen. „Vielleicht werden es ja regelmäßig über 200 Fahrzeuge“, hofft Riesberg. Das nächste große Treffen findet am 16. Juli am Magazingebäude statt. Dann heißt es wieder „Rund um Osnabrück“. Aus der früheren Ausfahrt unter diesem Titel ist ein reines Treffen geworden, das gleichzeitig einer der Höhepunkte für die Old- und Youngtimer-Freunde in der Region ist.


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