21.03.2017, 17:54 Uhr

Nach Ausschreitungen in Osnabrück Randalierenden Preußen-Münster-Fans drohen harte Strafen

Nach den Ausschreitungen in Osnabrück müssen 53 Preußen-Münster-Fans mit einer Anzeige wegen Landfriedensbruch und einem Stadionverbot rechnen. Foto: Festim BeqiriNach den Ausschreitungen in Osnabrück müssen 53 Preußen-Münster-Fans mit einer Anzeige wegen Landfriedensbruch und einem Stadionverbot rechnen. Foto: Festim Beqiri 

Osnabrück. Nachdem etwa 150 Anhänger des Drittligisten SC Preußen Münster am vergangenen Freitag, 17. März 2017, bei einem Zwischenstopp in Osnabrück randalierten, drohen ihnen nun empfindliche Strafen. 53 Münster-Fans müssen sich wegen schweren Landfriedensbruchs verantworten und mit einem Stadionverbot rechnen.

Das teilte die Polizei Osnabrück am Dienstag mit. Etwa 300 Fans von Preußen Münster kamen am vergangenen Freitagabend gegen 23.45 Uhr mit dem Zug am Hauptbahnhof in Osnabrück an, nachdem sie zuvor ihre Mannschaft beim Auswärtsspiel bei Werder Bremen II unterstützten. Bei dem geplanten Umstieg in Osnabrück in den Zug Richtung Münster waren etwa 50 Polizeibeamte vor Ort, die die Münsteraner am Verlassen des Bahnhofs hindern sollten.

Münsteraner randalieren vor Bahnhof und greifen Polizei an

Bis zu 150 Personen konnten die Sperrungen allerdings überwinden und das Bahnhofsgebäude verlassen. Auf dem Bahnhofsvorplatz randalierten zahlreiche Münster-Fans, traten gegen Mülleimer und Fahrräder und zündeten Pyrotechnik. Die angerückten Polizeikräfte wurden mit Glasflaschen beworfen. (Im Video: Polizei beschreibt Einsatz gegen Preußen-Münster-Fans.)

50 bis 60 Personen gelang es schließlich, sich zu lösen und sich auf den Weg Richtung Innenstadt zu machen. Auf dem Haseuferweg konnte die Polizei die randalierende Gruppe schließlich stellen. Bei der Feststellung der Personalien der 53 Personen griffen die Münsteraner die Beamten an, die die randalierenden Anhänger nur mit Gewalt und Pfefferspray stoppen konnten. Nachdem alle Personen durchsucht und die Identitäten festgestellt wurden, brachte die Polizei jeden Einzelnen in mehreren Streifenwagen zurück zum Bahnhof.

Anzeige und Stadionverbot für 53 Münster-Anhänger

Der überwiegende Teil der randalierenden Preußen-Gruppe gehört der Mitteilung der Polizei zufolge der Ultrabewegung „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ an, die schon mehrfach gewalttätig aufgefallen war. Alle beteiligten Personen müssen sich laut der Polizei nun wegen schweren Landfriedensbruchs verantworten und jeweils 71,50 Euro für den polizeilichen Transport zum Bahnhof zahlen.

Darüber hinaus soll für das nächste Heimspiel von Preußen Münster gegen den VfR Aalen ein Stadionverbot für die 53 Fans ausgesprochen werden. Die Osnabrücker Polizei hat nach eigenen Angaben zudem Kontakt zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgenommen, um ein bundesweites Stadionverbot zu erwirken.

Die Polizei bittet weitere Geschädigte von Bedrohungen oder Beleidigungen durch die randalierende Gruppe von Münsteranern, sich bei der Polizei Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 / 3272617 zu melden.


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