20.02.2017, 10:25 Uhr

Spende für HelpAge Deutschland Erlös aus Konzert der „Osnabrücker Musikstreife“

Den symbolischen Spendenscheck übergaben (von links) Friedo de Vries, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Osnabrück, VVO-Vorsitzender Felix Osterheider und Martin Oevermann, Vorsitzender des Präventionsvereins Osnabrück, an Lutz Hethey und Mohamed Attaallah von HelpAge. Foto: David EbenerDen symbolischen Spendenscheck übergaben (von links) Friedo de Vries, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Osnabrück, VVO-Vorsitzender Felix Osterheider und Martin Oevermann, Vorsitzender des Präventionsvereins Osnabrück, an Lutz Hethey und Mohamed Attaallah von HelpAge. Foto: David Ebener

Osnabrück. Das Benefizkonzert der „Osnabrücker Musikstreife“ im November in der Osnabrückhalle spielte 10.000 Euro für den guten Zweck ein. Die Veranstalter, Verkehrsverein für Stadt und Land Osnabrück (VVO) und die Polizeidirektion Osnabrück, überreichten den symbolischen Spendenscheck jetzt an den Verein HelpAge Deutschland, der das Geld für ein Projekt zur Integration von Flüchtlingen einsetzen will.

700 Besucher waren im November bei der „Charity-Musik-Show“ mit mehr als 100 Musikern aus dem Polizeiorchester Niedersachsen, den Pipes and Drums of the Royal British Legion und der Bigband des Gymnasiums Oesede dabei. Alle Musiker traten ohne Honorar auf, und auch die Organisatoren im Hintergrund arbeiteten ehrenamtlich, sodass die vorab festgelegte Spendensumme am Ende fast genau erreicht wurde. Was fehlte, füllten Sponsoren wie etwa die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte auf.

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Auch jüngere Konzertbesucher

Georgsmarienhütte-Geschäftsführer und VVO-Vorsitzender Felix Osterheider betonte bei der Scheckübergabe die Einzigartigkeit dieser Konzertveranstaltung, die auch als besondere Würdigung der „Bürger in Uniform“ zu verstehen sei. Beim letzten Mal sei es den drei Orchestern mit ihrer Musikauswahl außerdem gut gelungen, neben den älteren auch jüngere Konzertbesucher anzusprechen. „Das ist immer ein Spagat. Diese Frage wird uns auch in Zukunft noch weiter beschäftigen“, so Osterheider.

Der Erlös des Benefizkonzerts ging zum ersten Mal an den Verein HelpAge Deutschland, der damit sein Projekt „Laufende Integration“ fördern will. „Flüchtlinge und Osnabrücker haben bei unseren wöchentlichen Lauftreffs die Chance, sich kennenzulernen und miteinander auszutauschen“, erklärte HelpAge-Geschäftsführer Lutz Hethey. Dies helfe beiden Seiten Vorurteile und Vorbehalte abzubauen.

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Lauftreff professionalisieren

Gestartet als ehrenamtliches Projekt des Vereins wuchs die Organisation des Treffs den Veranstaltern schon bald über den Kopf. „Unser Plan war es, das Projekt zu professionalisieren und zu erweitern“, so Hethey. Das sei unter anderem mit der Spende der „Osnabrücker Musikstreife“ jetzt möglich. Mit Mohamed Attaallah konnte der Verein einen festen Mitarbeiter für das Projekt einstellen, der zudem perfekt Arabisch spricht und so Schwellenängste bei den Geflüchteten nimmt.

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„Wir bieten jetzt auch Bewerbungstrainings und Unterstützung bei der Wohnungssuche an“, erklärte Attaallah. Zudem können die Teilnehmer jederzeit Fragen zu kulturellen Unterschieden oder auch behördlichen Dingen stellen. „Viele brauchen auch einfach eine Anlaufstelle, wenn der Integrationskurs mittags zu Ende ist.“

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Jeden Donnerstag an der Illoshöhe

Nach wie vor gibt es jeden Donnerstag um 18 Uhr einen Lauftreff für Osnabrücker und Flüchtlinge beim HelpAge-Büro in der Arndtstraße. „Bisher sind wir immer zum Rubbenbruchsee und zurück gelaufen“, so Lutz Hethey. Aber diese Strecke sei für viele zu lang. Deshalb gehe es jetzt zur Illoshöhe. „Auf dem Sportplatz kann jeder selbst entscheiden, wie lange er läuft.“ Neue Teilnehmer seien ihnen jederzeit willkommen.


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