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15.02.2017, 20:16 Uhr UNIVERSITÄT OSNABRÜCK

Streitfall Kunstgeschichte: Klares Jein zur rechten Zeit

Kommentar von Sebastian Stricker

„Hände weg von der Kunstgeschichte“,  fordern Studenten der Uni Osnabrück am Rande der Senatssitzung am Mittwoch im Schloss. Foto: Jörn Martens„Hände weg von der Kunstgeschichte“, fordern Studenten der Uni Osnabrück am Rande der Senatssitzung am Mittwoch im Schloss. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Zukunft des Fachs Kunstgeschichte und des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück hängt weiter am seidenen Faden.

Denn mit dem Senatsbeschluss vom Mittwoch ist die drohende Schließung keineswegs abgewendet. Sie bleibt nach wie vor eine ernsthafte Option, ist allerdings nicht länger die einzige.

Das einflussreiche, in solchen Angelegenheiten aber letztlich kraft Hochschulgesetz machtlose Gremium hat eine kluge Jein-Entscheidung getroffen. Ja zur festen Absicht des Präsidiums, die Uni unter wachsendem Wettbewerbsdruck zu strukturieren und dabei aus bescheidenen Bordmitteln in Bezug auf Personal und Ausstattung das Beste zu machen. Nein zu dem Vorschlag, zu diesem Zweck mit der Kunstgeschichte ein Fach zu opfern, nur weil dieses zufällig eine günstige Gelegenheit bietet und aus Managersicht weniger schutzbedürftig erscheint als andere Disziplinen.

Mit dem Auftrag, Alternativen zur prüfen, hat der Senat in einer aufgeheizten Debatte geschickt den Druck vom Kessel genommen. Beseitigt ist das Problem damit allerdings nicht. Im Gegenteil: Die Verantwortlichen stehen nun erst recht vor einer kniffeligen Aufgabe.


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