01.12.2016, 12:18 Uhr

Umfrage der Commerzbank Gute Stimmung in der Osnabrücker Geschäftswelt

Die Stimmungslage bei ihren Geschäftskunden schätzt die Commerzbank laut einer hauseigenen Studie als gut ein. Foto: Jörn MartensDie Stimmungslage bei ihren Geschäftskunden schätzt die Commerzbank laut einer hauseigenen Studie als gut ein. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Stimmung bei Osnabrücks Freiberuflern, Handwerkern und Gewerbetreibenden mit einem Umsatz von bis zu 2,5 Million Euro ist gut. Zu diesem Ergebnis kommt eine Geschäftskundenstudie der Commerzbank. Für die repräsentative Studie wurden zwischen Juli und August bundesweit 3110 Geschäftskunden der Commerzbank aber auch anderer Banken befragt, davon 50 in Osnabrück.

Die ohnehin bundesweit von den Freiberuflern, Handwerkern und Gewerbetreibenden schon positiv bewertete Lage werde in Osnabrück noch einmal getoppt, so Christian Weber, Filialdirektor der Bank in Osnabrück. „Die Auftragsbücher sind bei den meisten Kunden noch besser gefüllt als im vergangenen Jahr“, sagt Weber. Mit Blick in das kommende Jahr sind die Befragten aus Osnabrück laut Studie deutlich optimistischer als der Bundesdurchschnitt. 82 Prozent im Vergleich zu 73 Prozent bundesweit erwarten eine positive oder stabile wirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2017.

Fachkräftemangel

Allerdings drückt die Befragten der Fachkräftemangel. Mit 48 Prozent liegt in diesem Punkt die Zahl der besorgten Osnabrücker Unternehmer weit über dem Vorjahreswert (32 Prozent). Dementsprechend schwer fällt es dann auch in der Region, freie Stellen neu zu besetzen. Als wichtigste Gründe wurden mangelnde Fachkenntnisse, die demografische Entwicklung und die geringe Zahl an Auszubildenden genannt. Die größten Löcher tun sich der Studie zufolge im Produktionsbereich auf, bei einem Fünftel der Befragten hakt es beim Nachwuchs. Dementsprechend wird trotz digitalem Zeitalter die Mehrzahl der Stellen nicht über entsprechende Portale besetzt. „62 Prozent der Geschäftskunden aus Osnabrück rekrutieren über persönliche Empfehlungen von Mitarbeitern oder Geschäftspartnern“, sagt Tobias Schaefer, Leiter Geschäftskunden der Osnabrücker Commerzbank-Niederlassung. 44 Prozent der Befragten haben angegeben, Flüchtlinge einstellen zu wollen. Sprachkenntnisse, persönliches Engagement und die Bereitschaft, sich in die Gesellschaft zu integrieren als wichtigste Voraussetzung für eine Einstellung an.

Niedrigzinsen haben kaum Effekte

Zwar sehen die Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibenden keine Auswirkungen der Niedrigzinsen auf ihre Geschäfte allerdings nutzen sie auch nicht deren Vorteile. „Hier wünsche ich mir mehr Mut beim Investieren“, so Schaefer. Vor allem aber macht sich ein Fünftel der Befragten Sorgen um die Altersvorsorge bei anhaltend niedrigem Zinsniveau.

Insgesamt investieren die Osnabrücker Geschäftskunden der Commerzbank, nach den Worten Schaefers, stärker als im Vorjahr in IT, Marketing und Personal. Die Umfrage habe ergeben, dass am Standort Osnabrück Kundennähe, gute Infrastruktur und schnelles Internet entscheidende Wettbewerbsvorteile sind. Nachteilig wirken sich hingegen die hohen Immobilienpreise aus.


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