28.11.2016, 19:41 Uhr

Hundesport-Team Osnabrück Treibball macht Spaß und hält Hunde auf Trab


Osnabrück. Ein Hund, sein Halter, acht Bälle und ein Tor, vielleicht auch noch eine Stoppuhr – das braucht es, um die Hundesportart Treibball zu praktizieren. Kennenlernen konnten Interessierte das Spiel kürzlich in Hellern beim Treibball-Schnuppertag des Hundesport-Teams Osnabrück.

Retriever-Mischling Joy und Pointer-Mix Joker hatten ihren großen Auftritt. Auf Anweisung ihrer Besitzerin Astrid Spreckelmeyer flitzten sie über das Trainingsgelände und stupsten dabei mit ihren Nasen einen bunten Gymnastikball nach dem anderen in das aufgestellte Tor. Dafür ernteten sie nicht nur Leckerchen von Frauchen, sondern auch Applaus der staunenden Leute, die mit ihren Vierbeinern vom Spielfeldrand aus zusahen.

Zur Ehrenrettung vieler Besucher des Schnuppertags muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass Joy und vor allem Joker keine Treibball-Anfänger mehr sind, sondern schon das ein oder andere Mal geübt haben. „Aller Anfang ist schwer, und gerade beim Treibball braucht es etwas Ausdauer. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem es sowohl für den Hund als auch für den Menschen richtig viel Spaß bringt“, ermutigt Astrid Spreckelmeyer, ehrenamtliche Hundetrainerin beim Hundesport-Team Osnabrück die Anfänger.

„So, jetzt seid ihr alle an der Reihe“, forderte sie die Zuschauer nach ihrer Treibball-Vorführung auf. Verschiedenste Hunde wurden daraufhin an die Bälle herangeführt, lernten in ersten Übungen, sie zu umkreisen, nicht in sie hineinzubeißen und auf Signal liegen zu bleiben, auch wenn der Ball neben ihnen davonrollt. Das klappte nicht immer, aber was betonte die Trainerin eben noch? - „Aller Anfang ist schwer“.

„Die Bälle ersetzen die Schafe“

Treibball basiere auf dem natürlichen Hüteverhalten von Hunden. „Die Bälle ersetzen quasi die Schafe“, so Astrid Spreckelmeyer. Geeignet sei der Sport aber nicht nur für Hütehunde, sondern auch für alle anderen Vierbeiner, die gerne mit Bällen spielen und sowohl körperlich als auch kopfmäßig ausgelastet werden sollen. Mensch und Hund arbeiten beim Treibball als Team. Dadurch verstärke sich die Bindung, und Grundgehorsam würde gefordert. Viele Signale muss der Hund auf Distanz befolgen.

Der niederländische Hundetrainer Jan Nijboer erfand die Sportart, bei der der Hund die Bälle in einer vom Halter bestimmten Reihenfolge über den Platz in das Tor treibt. Das Hundesport-Team Osnabrück möchte Treibball nun in seinem Verein aufbauen. Es soll auch eine Alternative zum Agility-Training sein, das im Winter bei hartem, gefrorenem Boden für die Gelenke der Hunde nicht so gut geeignet ist. Jeden Mittwoch ab 16.45 Uhr wird in Hellern trainiert, bei Interesse auch samstags um 11 Uhr. Hundefreunde, die Treibball spielen möchten, können sich bei Ausbildungswartin Mechthild Trendl informieren und anmelden unter Telefon 0152/04483922. Weitere Informationen auch auf hundesport-team-osnabrueck.de


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