23.11.2016, 06:01 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Neuerungen ab 11. Dezember 2016 Nordwestbahn schafft Ticketautomaten in Zügen ab

Die Nordwestbahn verkauft in Niedersachsen ab dem 11. Dezember 2016 keine Fahrkarten mehr im Zug. Mit dem Fahrplanwechsel greift auch ein Alkoholverbot. Foto: Jörn MartensDie Nordwestbahn verkauft in Niedersachsen ab dem 11. Dezember 2016 keine Fahrkarten mehr im Zug. Mit dem Fahrplanwechsel greift auch ein Alkoholverbot. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Nordwestbahn verkauft in Niedersachsen ab dem 11. Dezember keine Fahrkarten mehr im Zug. Eine Ausnahme bildet der Haller Willem (RB 75) zwischen Osnabrück und Bielefeld. Weitere Änderungen zum Fahrplanwechsel 2016/17: ein Alkoholverbot an Bord sowie die Einrichtung neuer Ticketschalter und Kundencenter.

Schon jetzt seien die Funktionen zahlreicher Fahrkartenautomaten in Zügen der NWB eingeschränkt, erklärte das Osnabrücker Eisenbahnunternehmen auf Nachfrage unserer Redaktion. Weil bestimmte Bauteile bereits entfernt wurden, um sie in neuen, stationären Geräten zu verwenden, sei eine Bezahlung zurzeit oft nur noch mit Münzgeld möglich, nicht aber mit Banknoten oder EC-Karte. In den nächsten Wochen soll der Ticketverkauf an Bord dann komplett abgeschafft werden.

Einstieg nur mit gültigem Fahrschein

„Ab dem 11. Dezember gilt in unseren Zügen in ganz Niedersachsen: Einstieg nur mit gültigem Fahrschein“, teilt die Nordwestbahn mit. Anlass für die Umstellung sei ein neuer Verkehrsvertrag, der an diesem Tag in Kraft tritt. Damit werde landesweit der Ticketverkauf in allen Netzen des Schienenpersonennahverkehrs vereinheitlicht.

Ab diesem Zeitpunkt greift auch ein Alkoholverbot in dem von der NWB bedienten Weser-Ems-Netz. Das Unternehmen verspricht sich davon mehr Sauberkeit und eine bessere Atmosphäre in den Zügen, außerdem ein größeres Sicherheitsempfinden für die Fahrgäste. Verstöße gegen das Alkoholverbot an Bord sollen ab Februar mit einem Bußgeld von 40 Euro geahndet werden. (Weiterlesen: Trinkverbote im Nordwesten zeigen Wirkung)

Osnabrücker Kundencenter auch sonntags offen

Um den Kunden der NWB den Ticketkauf vorab zu ermöglichen, seien bereits im August an allen Haltestellen entlang der vier Linien RE 18 (Osnabrück – Oldenburg – Wilhelmshaven), RE 19 (Bremen – Oldenburg – Wilhelmshaven), RB 58 (Osnabrück – Bremen) und RB 59 (Wilhelmshaven – Esens) insgesamt 63 neue Fahrkartenautomaten aufgebaut und in Betrieb genommen worden. Auf der „Haller Willem“-Linie RB 75 (Osnabrück – Bielefeld) gelte eine Sonderregelung. Weil die Verbindung durch zwei Bundesländer führt, seien NWB-Ticketautomaten zwar an allen niedersächsischen Stationen installiert, auf nordrhein-westfälischer Seite aber nur an ausgewählten Bahnhöfen, sagte Sprecherin Stephanie Nölke. Was Fahrgäste aber nicht beunruhigen sollte – denn: „Der Fahrkartenverkauf im Zug bleibt auf dieser Strecke erhalten.“

Ausgebaut wird unterdessen das landesweite Vertriebs- und Servicenetz der NWB. In Wilhelmshaven und Cloppenburg entstehen zwei neue Kundencenter für Fahrscheinkäufe und andere Dienstleistungen. Die Öffnungszeiten des Kundencenters in Osnabrück werden ausgedehnt: Es öffnet demnächst auch sonntags. Ein viertes Kundencenter befindet sich in Bremen. In Oldenburg dient das Infocenter des dortigen Verkehrsbetriebs VWG als Anlaufstelle.

14 Partneragenturen in Bahnhofsnähe

Darüber hinaus verfügt die Nordwestbahn ab dem 12. Dezember über 14 weitere Vertriebsstellen in Niedersachsen, die von Partneragenturen bedient werden. Reisende finden sie in direkter Bahnhofsnähe unter anderem in Bramsche, Bersenbrück, Quakenbrück, Essen, Lohne und Vechta. (Weiterlesen: Region Osnabrück bleibt beim Niedersachsen-Ticket ein weißer Fleck)


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