20.11.2016, 12:11 Uhr

Märchenabend in Bad Iburg Schneekönigin glitzert zum skandinavischen Menü

Waltraud Weiß-Hackmann war von Moderator Drago Jurak als eine der besten Märchenerzählerinnen der Region angekündigt worden – zu Recht. Die Wallenhorsterin fesselte die Gäste mit ihrer Darbietung des Kunstmärchens „Die Schneekönigin“. Foto: Markus StrothmannWaltraud Weiß-Hackmann war von Moderator Drago Jurak als eine der besten Märchenerzählerinnen der Region angekündigt worden – zu Recht. Die Wallenhorsterin fesselte die Gäste mit ihrer Darbietung des Kunstmärchens „Die Schneekönigin“. Foto: Markus Strothmann

Bad Iburg. Das Veranstaltungsjahr 2016 steht in Bad Iburg im Zeichen von Finnland und Schweden. Am Samstag gab es einen Märchenabend mit Hans Christian Andersens „Schneekönigin“ im Hotel Zum Freden – skandinavische Spezialitäten inklusive.

Nach einem Klavierstück, gespielt von Ninel Potaschnik, fragte Waltraud Weiß-Hackmann: „Können Sie mich ganz hinten auch verstehen?“ Dass sie ohne Mikrofon zur Sache gehen wollte, schien zunächst wenig aussichtsreich. Als sie dann aber anfing und es schnell ganz still im Saal wurde, entfaltete gerade das unverstärkte Erzählen große Wirkung. Die letzten paar tausend Jahre vor der Erfindung der Beschallungsanlage ging es ja auch hervorragend.

Waltraud Weiß-Hackmann erweckte die Figuren des Kunstmärchens „Die Schneekönigin“ mit wandlungsfähiger Stimme und schauspielerischem Talent zum Leben. Die Erzählung stammt zwar weder von einem Schweden noch von einem Finnen, sondern vom dänischen Dichter Hans-Christian Andersen. Aber die Gäste waren nicht zum Erbsenzählen da, sondern wegen guter Geschichten und gutem Essen; außerdem blieb es ja in Skandinavien.

Schattenspiel von Ruth Pflaumer

Ruth Pflaumer vom Osnabrücker Figurentheater Fundulus ergänzte den Vortrag der Märchenerzählerin visuell: Die Schattenspielerin ließ Eiskristalle erscheinen, oder die Kinder Kay und Gerda wanderten über ihre Schattenwand. Auch ihre schöne Stimme lieh Ruth Pflaumer, wenn im Märchen etwas zu singen war. Das Ganze ergab eine stimmungsvolle Mischung, und die recht langen Erzählteile zwischen den Gängen vergingen wie im Flug.

Das Menü: Als Vorspeise gab es Smørrebrød und Tarteletter, später ein warmes Buffet mit Scholle, Ente und Kalrodstappe, einem Steckrübenpüree norwegischer Art. Als Dessert kamen kleine Apfelkucken und Rote Grütze mit Sahne - nur ein Auszug aus dem Sortiment skandinavischer Leckereien, die im vollbesetzten Saal auf den Tellern landeten.


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