17.11.2016, 08:25 Uhr

Spontane Verfolgungsjagd im Jaguar Wie die Osnabrücker Polizei die vermisste Rentnerin stoppte

Im Jaguar der Rentnerin im Polo hinterher – was die Osnabrücker Polizei am Mittwochnachmittag erlebte, war schon fast filmreif. Foto: dpaIm Jaguar der Rentnerin im Polo hinterher – was die Osnabrücker Polizei am Mittwochnachmittag erlebte, war schon fast filmreif. Foto: dpa

pm/coa Osnabrück. Die gute Nachricht erfolgte am Mittwochabend: Die vermisste 86-Jährige aus Osnabrück ist wohlauf. Jetzt hat die Polizei berichtet, wie sie Hildegard S. gefunden und gestoppt hat – und wer den Beamten spontan zur Hilfe kam.

Die Polizei Osnabrück fahndete am Mittwochnachmittag nach der 86-jährigen Frau, die mit ihrem VW Polo unterwegs war. An der Hamburger Straße, unmittelbar vor der dortigen Ampel, kam einer Streife der gesuchte Polo entgegen. Ein Anhalten des Autos war nicht möglich, der Streifenwagen konnte im Feierabendverkehr aber auch nicht spontan wenden.

Also stieg der Beifahrer aus dem Polizeiauto aus und hielt den nächstbesten Wagen (in diesem Fall ein Jaguar) an und setzte sich zu dem Fahrer auf den Beifahrersitz. Und dann kam der wohl altbekannte und von vielen Autofahrern ersehnte Satz: „Verfolgen Sie das Fahrzeug!“ In diesem Fall den Polo der Seniorin.

An der Ampel Güterbahnhof schaltete die Ampel für die Rentnerin auf „grün“, sodass sie weiterfuhr –das neu gebildete Streifenteam hinterher. Die „Verfolgungsjagd“ endete an der Ampel Pottgraben/AOK. Dort konnte der Polizeibeamte aussteigen, an den VW Polo herantreten und den Zündschlüssel abziehen. Nach kurzem Gespräch setzte sich die 86-Jährige auf den Beifahrersitz ihres Autos und wurde von dem Polizisten zur Wache gefahren. Bei seinem unbekannten spontanen „Kollegen“ konnte sich der Osnabrücker Polizist nur kurz bedanken – aber das will die Polizei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich nachholen.


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