14.11.2016, 20:18 Uhr

Gault-Millau 2017: „La Vie“ führt Das sind die besten Restaurants Niedersachsens


Osnabrück. Der Gourmetführer Gault-Millau hat die besten deutschen Restaurants 2017 gekürt. Thomas Bühner erkochte mit seinem Osnabrücker Dreisterne-Restaurant „La Vie“ wieder 19 Punkte. Das „Friedrich“ von Sascha Lissowksy am Westerberg in Osnabrück landete auf Anhieb bei 14 Punkten.

Das Osnabrücker „La Vie“ von Sternekoch Thomas Bühner führt im neuen Gault-Millau für 2017 wieder die Liste der besten Restaurants Niedersachsens an. Den ersten Platz teilt sich Bühner mit Küchenchef Sven Elverfeld vom Restaurant „Aqua“ in Wolfsburg. Thomas Bühner zählt für die Tester des Gault-Millau, der jedes Jahr im November erscheint, seit zehn Jahren zu den besten Köchen Deutschlands.

Erneut 19 Punkte

Wie im Vorjahr 2016 wurde das „La Vie“ von den Restauranttestern mit 19 von 20 möglichen Punkten ausgezeichnet. Eine Bewertung, die den besten Restaurants der Welt vorbehalten ist. „Dass ich nun schon über zehn Jahre konstant mit dieser Spitzenpunktzahl bewertet wurde, ist für mich die eigentliche Auszeichnung“, sagte Thomas Bühner unserer Redaktion. „Morgen werde ich in die Küche gehen und meinem ganzen Team dafür danken.“

„Kompositorischer Mut“

Über Sternekoch Thomas Bühner schreiben die Kritiker des Restaurant-Guides in blumigen Worten: „In seinem kompositorischen Mut verband er schonend gebeizte Jakobsmuschel mit Haselnuss und Ugli, einer hocharomatischen, aber säurearmen Zitrusfrucht oder verwandelte den Teller mit der bei 48 Grad gegarten Seezunge, begleitet von wenig Nam Pla Wan (süßer Thai-Fischsauce) und fein dosiertem Mandarinenaroma, durch viele bunte Kräuter und Gemüse aus seinem großen Garten in ein Gemälde.“

„Friedrich“ neu dabei

Das erstmals bewertete Restaurant „Friedrich“, das erst im September 2015 an der Lotter Straße 99 in Osnabrück eröffnet worden war, bekam auf Anhieb 14 Punkte. „Wir freuen uns riesig darüber, dass unsere Arbeit so früh vom Gault-Millau wertgeschätzt wird“, sagt Sascha Lissowksy, Küchenchef und Geschäftsführer des „Friedrich“. „Die Auszeichnung ist eine tolle Motivation für das gesamte Team und wir wollen genau so weiterarbeiten. Wir freuen uns sehr, dass wir uns so schnell in Osnabrück etablieren konnten und auch von unseren Gästen so tolles Feedback bekommen.“

Im nahen Westfalen

Im nahen Westfalen wurden die Bielefelder Restaurants „1550“ und „Historisches Gasthaus Buschkamp“ sowie das Münsteraner „Brust und Keule“ mit 14 Punkten bewertet. Das „Tomatissimo“ in Bielefeld bekam 15 Punkte. Das „Balthasar“ in Paderborn kann sich über 17 Punkte freuen, was laut Gault-Millau „bestmöglichste Zubereitung und höchste Kreativität“ bedeuten.

„Aufsteiger des Jahres“

Die Kritiker des Gourmet-Guides testeten 2016 insgesamt 54 niedersächsische Restaurants. Als „Aufsteiger des Jahres“ kürten sie Tim Extra vom „Apicius“ in Bad Zwischenahn, Benjamin Gallein vom „Ole Deele“ in Burgwedel und Dieter Grubert vom Hannoveraner Restaurant „Titus“. Alle drei bekamen jeweils 17 von 20 Punkten, was für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung steht“. Ihre 17 Punkte aus dem Vorjahr konnten das „Endtenfang“ in Celle, „Die Insel“ in Hannover, das „Schlosshotel Münchhausen“ in Aerzen und das Restaurant „Schillingshof“ in Friedland verteidigen.

Spitzenrestaurants in Celle und Hannover

Auf Rang 3 mit jeweils 16 Punkten (steht für „hohe Qualität und Kreativität“) landeten das „Keilings“ in Bad Bentheim, „Das alte Haus“ in Braunschweig, das „Palio“ in Celle, das „Sterneck“ in Cuxhaven sowie „Genießer Stube“ in Friedland, das Göttinger „Gauß“, das „Perior“ in Leer, das „Novalis“ in Nörten-Hardenberg und das „Torschreiberhaus“ in Stadthagen.

15 Punkte schafften auf Anhieb die neuen Restaurants „No4“ in Buxtehude und „WeinBasis“ in Hannover.


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