18.10.2016, 17:11 Uhr

Nadel und Faden 2016 Textilmesse lockt wieder in die Osnabrück-Halle

Organisatorin Ellen Moschitz-Finger, die selbst ihre Arbeiten im Schwarzsticken zeigt, stellt das Programm von Nadel und Faden 2016 vor. Foto: Nina StrakeljahnOrganisatorin Ellen Moschitz-Finger, die selbst ihre Arbeiten im Schwarzsticken zeigt, stellt das Programm von Nadel und Faden 2016 vor. Foto: Nina Strakeljahn

nst Osnabrück. Zum 22. Mal organisiert Ellen Moschitz-Finger in diesem Jahr die Messe „Nadel und Faden“ in der Osnabrück-Halle. Der Höhepunkt ist die Ausstellung „Gardens around the world“.

Eine Stickerin aus Europa fertigt eine Vorlage an, eine Afghanin gestaltet sie weiter und die Europäerin vollendet das Kunstwerk: So lässt sich das interkulturelle Projekt „Gardens around the world“ beschreiben. Die Ergebnisse sind bei der Messe „Nadel und Faden“ in Osnabrück vom 28. bis 30. Oktober erstmals in Deutschland zu sehen.

„Hier laufen alle Fäden zusammen“, so lautet das Motto von Organisatorin Ellen Moschitz-Finger in diesem Jahr. Sie freut sich, dass sie die Ausstellung in der Osnabrück-Halle präsentieren kann. Das Projekt des Freiburger Vereins Deutsch-Afghanische Initiative (DAI) verfolgt sie seit einiger Zeit. Ihre Kollegin Pascale Goldenberg hatte ihr von der Idee erzählt.

Selbst für den Lebensunterhalt sorgen

Die Initiative gibt Frauen die Möglichkeit, in angemieteten Räumen in Laghmani (Afghanistan) zu sticken. Die acht mal acht Zentimeter großen Quadrate mit von den Frauen selbst gewählten Motiven werden in Europa angekauft. Der Lohn ermöglicht es den Stickerinnen für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Auf dieser Basis entwickelt sich das Projekt „Gardens around the world“. Teilnehmer in Europa wurden eingeladen, Entwürfe im Format A3 einzureichen, die ihre Vorstellungen von Gärten zeigen. 70 Ideen aus elf europäischen Ländern wurden an 70 Stickerinnen in Laghmani geschickt.

(Weiterlesen: So war die Messe im vorigen Jahr)

Auf der „Nadel und Faden“, präsentiert auch Malerin und Textildesignerin Friederike Krusche aus Berlin großformatige Textilobjekte auf der Bühne im Europasaal. Designerin Ute Krugmann und die Maschen-Gilde zeigen ebenfalls ihre Werke.

„Ich möchte die Bandbreite zeigen“

„Ich möchte die Bandbreite zeigen, die auf dem textilen Sektor möglich ist“, sagt Ellen Moschitz-Finger, der die umgebaute Osnabrück-Halle gut gefällt. Die Aussteller hat sie sorgfältig ausgesucht. Sie möchte viele Menschen für das traditionelle und neue Handarbeiten gewinnen. Deshalb werden an vielen Ständen spontane Vorführungen angeboten. Vom Handquilten über das Sticken mit Seide bis hin zu ihrer eigenen Technik der Schwarzstickerei können sich die Besucher informieren.

Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren wird Sträkeln – eine Mischung aus Häkeln und Stricken mit einer Nadel – angeboten. „Mit den eigenen Händen etwas geschaffen zu haben, das ist ein Glücksgefühl“, sagt Moschitz-Finger. Das möchte sie den Jugendlichen genauso wie allen anderen Besuchern vermitteln.


Geöffnet hat die „Nadel und Faden“, die sich für Programmheft und Plakat ein neues Design gegeben hat, am Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro, Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt.

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