18.10.2016, 16:27 Uhr

Unterricht im Container Wie geht es an der Grundschule Hellern weiter?


nst Osnabrück. Die Herbstferien sind vorbei: Die Planungen, wie es an der Grundschule Hellern mit der Sanierung und nach dem Brand von Containern weitergeht, stellte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Dienstagmittag vor.

Die Überreste der abgebrannten Container in Hellern werden derzeit beseitigt. Ersatz ist gefunden und wird in den nächsten Tagen aufgestellt, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Im Moment teilen sich die Klassen und der Hort die Container, erklärte Schulleiterin Silvia Bielefeld. Unbekannte hatten in der Nacht zum 8. Oktober Mülltonnen angezündet. Das Feuer griff auf die Container über.

„Kein Grenzwert wurde überschritten“

Nachdem Schimmel, Gestank und andere Bauschäden dazu geführt haben, dass etliche Unterrichts- und Fachräume geschlossen wurden, werden fünf Klassen in Containern unterrichtet, sagte Bielefeld. Eine Vorsorgemaßnahme sei das gewesen, betonte Griesert. „Kein Grenzwert wurde überschritten“, erklärte er. Für den Klassenraum der 4c liegen zudem die Messergebnisse vor: Es wurde keine Schimmelbelastung gemessen, fügte Dirk König, Leiter des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement, hinzu.

Erneuert wird zurzeit der Bodenbelag in zwei Räumen im Erdgeschoss. Dort wurden nochmals gemessen, die Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor, sagte König. Auch wenn keine Gesundheitsgefahr festgestellt wurde, so sei die Maßnahme richtig gewesen. „Es ist störend“, sagte Griesert mit Blick auf den stechenden Gestank. Jeder sei unterschiedlich sensibel.

Umzug in den Osterferien

Wahrscheinlich in den Osterferien wird die gesamte Grundschule Hellern in ein Containerdorf umziehen, damit das Gebäude saniert und die Schule zu einer Ganztagsschule umgebaut werden kann. Das sei schon länger vorgesehen. Der Bauantrag sei gestellt, sagte König. Momentan würden die Ausschreibungen für die Container und die Schadsoffsanierung vorbereitet. Die Stadt rechnet für die Miete der Container über zwei Jahre mit gut 500.000 Euro. Auch deshalb sei es im Sinne der Stadt, die Sanierung in einem möglichst kurzen Zeitraum zu absolvieren, betonte Griesert.

Die Schadstoffsanierung soll möglichst schnell nach dem Umzug erfolgen. Sie sei in jedem Fall notwendig, erklärte König. Denn egal für welche Variante – eine Sanierung mit Erweiterung oder eine Sanierung mit Teilabbruch – man sich entscheide, die Schadstoffe müssten vorher raus.


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