13.09.2016, 06:39 Uhr

Zusammenlegung am Weidencarrée Sparkasse Osnabrück schließt Filialen Arndtplatz und Wüste


Osnabrück. Aus zwei mach eins: Mitte Juli 2017 schließt die Sparkasse Osnabrück ihre Filialen Wüste und Arndtplatz in Osnabrück und eröffnet dafür am Weidencarrée einen neuen Standort.

Im Juli 2017 werden die Sparkassen-Filiale Arndtplatz, Arndtplatz 3, sowie die Geschäftsstelle Wüste, August-Hölscher-Straße 45, geschlossen. Beide Standorte werden an einem neuen Standort am Weidencarrée zusammengefasst, genauer: an der Ecke Adolfstraße/ Weidenstraße. Die betroffenen Kunden werden den genauen Zeitpunkt drei Monate vor dem Umzug erfahren, heißt es von der Pressestelle der Sparkasse Osnabrück. Die Zahl der Mitarbeiter soll durch die Zusammenlegung nicht verringert werden.

Stärker frequentiert

„Die Lage im Weidencarrée bietet uns einen attraktiven und hochfrequentierten Standort“, erläutert Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück. „Wir werden die Filiale dort so gestalten, dass sie unsere und die Kundenwünsche an eine echte Filiale der Zukunft erfüllt.“ Der neue Standort werde außerdem Sitz der Marktdirektion Osnabrück-Mitte und ziehe auch die Kompetenzen der Filiale Wüste dazu, deren mittelfristige Schließung von dem Geldinstitut schon im März 2015 angekündigt worden war.

Die Immobilie am bisherigen Filialstandort Arndtplatz gehört der Sparkasse. Der Nachmieter wird ab Juli 2017 für mehrere Jahre die Dekra-Akademie sein, die wiederum der bisherige Mieter der für die Filiale vorgesehenen Fläche in Nähe des Weidencarrées ist.

Bisher 10 Filialen weniger

Seit 2015 hat sich die Zahl der Sparkassenfilialen in Stadt und Landkreis Osnabrück von 58 auf 48 reduziert. Im Zuge des „Zukunftskonzepts der Sparkasse Osnabrück“ beschloss der Vorstand im März 2015, 17 seiner 58 Filialen in Stadt und Landkreis Osnabrück bis Mitte 2016 zu schließen . Die 58 Standorte wurden damals auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Dabei sei dem Vorstand wichtig gewesen, „keine weißen Flecken“ in der Landschaft zu hinterlassen. Die Sparkasse sollte auch weiterhin mit Filialen in allen politischen Gemeinden vertreten sein.

„Die betroffenen Filialen haben beziehungsweise werden wir in Wellen schließen. Im Herbst 2015 und im ersten Halbjahr 2016 sind die ersten Schließungen erfolgt, im ersten Quartal 2017 erfolgen weiteren Schließungen“, sagt Nancy Plaßmann, Bereichsleiterin Vorstandsstab der Sparkasse.

Onlinebanking wird ausgebaut

Die digitale Beratung solle dagegen weiter ausgebaut werden. Das Onlinebanking und der Service in den digitalen Kanälen soll gestärkt werden. Das Volumen des Onlinebankings hat sich nach Angaben der Sparkasse seit 2005 verdreifacht. Sechs Millionen Vorgänge würden pro Jahr über das Internet abgewickelt. Im gleichen Zeitraum habe sich die Kundenfrequenz in den Filialen halbiert.

Die zunehmende Digitalisierung, die wachsende Regulierungsdichte und der wirtschaftliche Druck „durch die faktische Abschaffung der Zinsen“ durch die Politik der Europäischen Zentralbank hätten den Vorstand zum Handeln gezwungen, sagte der Vorstandssprecher der Sparkasse, Johannes Hartig, bereits 2015 gegenüber unserer Redaktion.


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