Ein Bild von Dietmar Kröger
09.08.2016, 19:24 Uhr KOMMENTAR ZUR THEATERPASSAGE

Osnabrücker Passage: Bis auf Weiteres tot

Kommentar von Dietmar Kröger

Mit großflächiger Schaufensterdekoration wirbt die „DIC Asset“ um Vermieter. An den Leeständen in der Theater-Passage ändert sich aber nichts. Foto: David EbenerMit großflächiger Schaufensterdekoration wirbt die „DIC Asset“ um Vermieter. An den Leeständen in der Theater-Passage ändert sich aber nichts. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die Theaterpassage verödet zusehends. Das ist eine schlechte Entwicklung, die der Stadt im allgemeinen und der Krahnstraße im Besonderen nicht gut tut.

Der DIC mus es recht gut gehen, dass sie eine Immobilie in dieser Lage über einen so langen Zeitraum größtenteils leer stehen lassen kann. Ist es tatsächlich so schwer, neue Konzepte zu realisieren? Immerhin sprechen wir hier nicht über Wochen oder Monate, sondern über mehrere Jahre, die sich das langsame Sterben der Passage hinzieht.

Nicht nur, dass dieser Leerstand im Herzen der Stadt mehr als unattraktiv ist, Gewerbesteuern und Arbeitsplätze generiert die Passage derzeit auch nicht. Sicher – niemand kann einen Vermieter zwingen, seine Immobilie zu vermieten. Was aber schon geht, ist der Appell, Verantwortung zu übernehmen und nicht durch bewusste Leerstände das Bild einer Stadt in eine negative Ecke zu rücken.

Schön wäre es auch, wenn nach Jahren des Stillstandes zumindest einmal dargelegt würde, wohin die Reise denn nun gehen soll. Das schafft Vertrauen und könnte vor allem in der Öffentlichkeit aufkeimenden Missmut im Keim ersticken. Die DIC legt hier aber eine gewissen Dickfelligkeit an den Tag. Anders kann man das wohl kaum nennen, wenn selbst die Bereitschaft fehlt, sich mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung zu unterhalten. Es bleibt also abzuwarten, was aus der Theaterpassage wird. Früher oder später, wahrscheinlich aber später, werden wir es erfahren. Hoffentlich nicht zu spät.


Der Artikel zum Kommentar

0 Kommentare