17.07.2016, 16:50 Uhr

Raritäten und Ikonen 250 Fahrzeuge bei Oldtimer-Treffen am Osnabrücker Piesberg


Osnabrück. Historische Fahrzeuge vor historischer Kulisse gab es am Sonntag auf dem Gelände des Museums Industriekultur am Piesberg zu bestaunen. Beim jährlichen Treffen der Oldtimer Interessengemeinschaft (IG) Osnabrück präsentierten rund 250 Old- und Youngtimerbesitzer ihre Schmuckstücke.

Dicht gedrängt stehen die zahlreichen Klassiker nebeneinander. Eigentlich sind alle Stellplätze auf dem Magazingelände des Museums Industriekultur belegt, doch noch immer kommen neue Teilnehmer mit ihren Wagen durch die Geländeeinfahrt gefahren. „Das kriegen wir logistisch schon irgendwie hin“, sagt Organisator Jens Riesberg von der Osnabrücker Oldtimer-IG.

Zum dritten Mal veranstaltet sein Club das Oldtimer-Treffen. Rund 250 Fahrzeuge, darunter auch historische Motorräder und Lkw, sind dieses Mal dabei. „Die Teilnehmerzahl wird von Jahr zu Jahr größer“, erklärt Riesberg. Trotz der Platzprobleme – auf die historische Kulisse im Schatten des Piesbergs möchte Riesberg eigentlich nur ungern verzichten. „Ein ähnlich geschichtsträchtiges Ambiente werden wir in dieser Größenordnung nicht finden“, befürchtet er. „In Kombination mit den Fahrzeugen ist das hier der perfekte Ort.“

Saab, Jaguar, Karmann

In der Tat runden die altehrwürdigen Sandsteingebäude am Piesberg die ohnehin historische Oldtimer-Atmosphäre ideal ab. Ob schwedische Individualisten wie ein knallroter Saab 96, britische Sportklassiker aus dem Hause Jaguar oder die beim Autobauer Karmann in Osnabrück gefertigte Ikone VW Scirocco – beim Osnabrücker Oldtimer-Treffen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Doch selbst unter den Außergewöhnlichen sticht manch ein Fahrzeug noch heraus. Manfred Schlüters Porsche 356 (vor A-Serie) ist ein solches Exemplar. Der Sportwagen ist ein US-Import. 55 Jahre war er im Besitz eines Kaliforniers, der den Porsche 1955 als Neuwagen kaufte und seitdem fast täglich benutzte. Dementsprechend dürftig war der Zustand des Wagens, als Manfred Schlüter ihn 2010 erwarb.

Seither hat der Liebhaber viel Geld in die Restauration des Autos investiert. Mittlerweile erstrahlt der Porsche in neuem Glanz, wirkt wie neu. Eine Schönheit auf vier Rädern. Und eine echte Rarität. „Aus dieser Baureihe gibt es in Deutschland nur noch eine Handvoll“, erzählt Schlüter. Der Wert des Porsche liege grob geschätzt im unteren bis mittleren sechsstelligen Bereich. „Aber an einem Auto dieser Kategorie hängt man. Das will man nicht weggeben.“


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