07.06.2016, 09:10 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Hoher Sachschaden, viele Verletzte Schwere Unfälle auf der A1: Polizei geht gegen Gaffer vor


Osnabrück. Bei zwei schweren Verkehrsunfällen auf der A1 bei Bramsche wurden nach Angaben der Polizei am Dienstagvormittag insgesamt sechs Personen verletzt.

Wie die Polizei mitteilt, war ein 59-jähriger Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug gegen 8.30 Uhr in Richtung Bremen unterwegs, als er kurz vor der Anschlussstelle Holdorf im Bereich des Parkplatzes Fladderlohhausen auf ein Stauende auffuhr und die drei voranfahrenden Sattelzüge ineinanderschob. Der Mann aus Rheine wurde durch den Aufprall in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Tiere laufen auf der Fahrbahn umher

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde der Mann schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Die Fahrbahn wurde bis zum frühen Nachmittag in Richtung Bremen komplett gesperrt, auch weil mehrere Schweine aus dem beschädigten Anhänger ausbrechen konnten. Einige verletzte Tiere verendeten nach Angaben der Polizei noch vor Ort. Ein Tierarzt wurde verständigt, die Tiere wurden auf einen weiteren Transporter umgeladen. Der Gesamtschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.

Weiterer Verkehrsunfall

Am Ende des durch diesen Unfall verursachten Staus kam es wenig später zu einem weiteren Verkehrsunfall mit insgesamt fünf verletzten Personen. Der 48-jährige Fahrer eines Sattelzugs war gegen 11 Uhr in Richtung Norden unterwegs, als er kurz hinter der Anschlussstelle Bramsche auf einen am Stauende stehenden Lkw auffuhr. Dieses Fahrzeug wurde auf ein niederländisches Wohnwagengespann geschoben, das in der Folge mit einem Mercedes kollidierte.

Ein Mann lebensgefährlich verletzt

Der Unfallverursacher aus Rheinberg wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr unter Einsatz von schwerem Gerät geborgen werden. Lebensgefährlich verletzt wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Vier Personen in den übrigen beteiligten Fahrzeugen wurden leicht verletzt. Sie alle wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Der Gesamtschaden wurde von der Polizei auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Polizei geht gegen Gaffer vor

Unschöne Randnotiz: Wieder einmal musste die Polizei gegen Gaffer vorgehen, die auf der Gegenfahrbahn offenbar nichts Besseres zu tun hatten, als die Unfallstelle in gemächlichem Tempo zu passieren, um Fotos zu machen.

Hinweis unserer Redaktion: In einer ersten Mitteilung der Polizei zum zweiten Unfall war die Rede von insgesamt sechs verletzten Personen. Diese Zahl wurde von der Polizei mittlerweile auf fünf korrigiert.


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